Spionage

Experten entdecken größte Serie von Hacker-Angriffen

Hackern ist Software-Experten zufolge ein nie dagewesener Schlag gelungen. Hinter den Angriffen wird ein bestimmtes Land vermutet.

Sicherheitsexperten haben die bislang größte Serie von Hacker-Angriffen entdeckt. 72 Regierungen, Firmen und Einrichtungen wie die Vereinten Nationen (UN) seien betroffen, teilte die US-Softwarefirma McAfee in einem 14-seitigen Bericht mit. Wer hinter dem illegalen Zugriff auf sensible Daten steckt, teilte die Firma nicht mit.

Betroffen durch die Hackerattacken seien unter anderem die Computernetzwerke des UN-Sekretariats, eines Labors der US-Energiebehörde sowie zahlreicher US-Rüstungsunternehmen, berichtete die Zeitung "Washington Post“ unter Berufung auf McAfee. Von den 72 betroffenen Organisationen und Firmen hätten 49 ihren Standort in den USA . Demnach suchten die Eindringlinge unter anderem nach Informationen zu US-Militär- und Satellitensystemen.

Die „Washington Post“ zitierte Experten mit der Aussage, dass wahrscheinlich China hinter den Spionageangriffen stehe. Die Angriffe gingen demnach alle von einem einzigen Server aus. Zahlreiche der Organisationen, die Ziel der Angriffe waren, hätten Verbindungen mit Taiwan und dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC) in den Monaten vor Beginn der Olympischen Spiele 2008 in Peking gehabt. Die Firma McAfee ist auf das Aufspüren von Hackerangriffen spezialisiert.