Smartphones

Blackberry-Hersteller RIM entlässt 2000 Leute

Research in Motion (RIM) hat den Anschluss bei Smartphones verpasst. Nun müssen Leute gehen und das Management wird umgekrempelt.

Die starke Konkurrenz durch Apples iPhone sowie die Android-Smartphones kostet Jobs beim Blackberry-Hersteller Research in Motion (RIM). Weltweit müssten rund 2000 Mitarbeiter gehen, teilte das kanadische Unternehmen mit. Die betroffenen Mitarbeiter würden ab dieser Woche informiert. Sie sollen Abfindungen erhalten.

RIM hatte schon vor einem Monat einen Stellenabbau angekündigt, ohne allerdings Details zu nennen. Nun erklärte der Konzern, dass am Ende noch 17.000 Beschäftigte übrig bleiben sollten. Auch das Management wird umgekrempelt. Vorbörslich fiel die ohnehin gebeutelte Aktie um mehr als ein Prozent.

Die Kanadier gehören zwar zu den Pionieren bei den boomenden Smartphones, doch hatten sie sich nur halbherzig dem Trend zu Touchscreens und Multimediafunktionen angeschlossen. Stattdessen setzte Blackberry weiter auf eine Tastatur und vertraute auf seinen speziellen E-Mail-Dienst, der das Unternehmen einst groß gemacht hatte. Zuletzt musste RIM seine Gewinnprognose senken.

Der BlackBerry-Hersteller bekommt zudem einen neuen Vorstand für das Tagesgeschäft. Die Aufgaben von Thorsten Heins wurden auch auf Produkte und Vertrieb ausgeweitet. Der bisherige Chief Operating Officer Don Morrison geht in Rente.