Testbericht

Resident Evil 5 erlebt seinen zweiten Frühling

Ein Jahr ist es her, dass Capcom seinen Actionkracher Resident Evil 5 veröffentlicht hat. An die alten Erfolge der Serie konnte das Spiel damals nicht ganz anknüpfen. Doch nun bringt der Hersteller eine "Gold-Fassung" des fünften Teils auf den Markt. Die überzeugt mit neuen Missionen – und kleinem Preis.

Anfang 2009 entführte „Resident Evil 5“ Sie nach Afrika – und mitten in ein Horror-Szenario der besonderen Art. Auf dem schwarzen Kontinent breitet sich ein Virus aus, das Mensch und Tier in Bestien verwandelt. In der Rolle des Agenten Chris Redfield jagen Sie mit Kollegin Sheva Alomar die Verantwortlichen und töten unterwegs jeden Infizierten. Die Kontrolle der Partnerin übernimmt der Computer oder ein zweiter Spieler.

Was ist drin in der Goldvariante?

Das komplette Originalspiel ist in der Gold-Version enthalten und bietet mit knapp 18 Stunden Spielzeit bereits umfangreiche und beste Unterhaltung. Zusätzlich baut Hersteller Capcom zwei weitere Missionen ein, jede mit einer Spieldauer von rund zwei Stunden. Für den Modus „Söldnertreffen“ sind neue Kostüme und Charaktere enthalten.

Download-Alternativen

Sollten Sie das Hauptspiel bereits besitzen, laden Sie sich die Missionen und die zwei Kostüm-/Charakterpakete aus dem Playstation Store oder vom Xbox Marktplatz herunter. Pro Mission zahlen Sie 4,99 Euro (PS3) oder 400 Microsoft-Punkte (ebenfalls etwa fünf Euro). Für ein Kostüm- und Charakterpaket sind 1,99 Euro (PS3) oder 160 Microsoft-Punkte (knapp zwei Euro) fällig.

In Deutschland nicht als Download erhältlich und damit exklusiver Bestandteil der Gold Edition: der „Versus“-Modus. Bis zu vier Spieler gehen sich in dieser Variante um die höchsten Punktzahlen gegenseitig ans Leder. Der Modus ist technisch einwandfrei und macht viel Spaß.

Resident Evil 1 lässt grüßen

Auch die beiden Bonusmissionen haben es in sich. Die Episode „In Albträumen verloren“ ist ein Fest für „Resi“-Fans der ersten Stunde: Dieser Abschnitt führt Sie zurück an den Schauplatz des ersten Teils der Serie – ins Herrenhaus von Ozwell F. Spencer.

Der Einsatz mit Chris Redfield und Jill Valentine kramt aber nicht nur vertraute Schauplätze wieder hervor, sondern greift auch auf alte Tugenden der Horror-Reihe zurück: weniger Action, mehr Rätsel. Wie gewohnt handelt es sich dabei nicht um schwierige Kopfnüsse. Doch für angenehme Abwechslung sorgen die kleinen Rätsel, die Suche nach versteckten Schlüsseln und das Auslösen von Fallen allemal.

Rauchende Colts

Die zweite Bonusmission „Eine verzweifelte Flucht“ lässt es richtig krachen. Es handelt sich um einen Handlungsstrang aus dem Hauptspiel: Chris und Sheva retteten die angeschlagene Jill, mussten sie aber allein zurücklassen – ihr Schicksal blieb offen. Sie erleben nun, wie Shevas Kollege Joshua Stone die verletzte Dame findet und die beiden gemeinsam aus dem verseuchten und von Gegnern durchsetzten Hafenviertel flüchten.

Fazit: Was für ein Paket! Capcom erweitert das grandiose „Resi 5“ um sinnvolle, gelungene Inhalte und bietet alles zum sensationell fairen Preis an. Atmosphäre und Leveldesign sind von gewohnt hohem Niveau. Besitzen Sie bereits das Hauptspiel, müssen Sie entscheiden, ob der gelungene Versus-Modus für Sie von Bedeutung ist. Falls nicht, laden Sie die Missionen und Kostüme eben herunter.

Vorteile:

- Grandiose Optik

- Tolle neue Missionen

- Extrem spannend

Nachteile:

- Sehr kleiner Ausschnitt am geteilten Bildschirm

- Keine deutschen Stimmen

Testergebnis: sehr gut

Testnote: 1,47

Angebote: ab 25,58 EUR

Erscheinungstermin „Resident Evil 5 – Gold Edition“: 12. März 2010 für PS3 und Xbox 360.

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Quelle: Computer Bild.

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