Tablet-Computer

iPad-Konkurrent WePad heißt jetzt WeTab

Unter dem Namen WePad hatte der Berliner Entwickler Neofonie gleich zweimal den neuen Tablet-PC vorgestellt. Doch bevor es das Gerät überhaupt zu kaufen gibt, wird es jetzt umgetauft. Nicht mehr WePad, sondern WeTab heißt ab sofort die digitale Lesetafel, die im Sommer auf den Markt als Konkurrenz zu Apples iPad kommen soll.

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Alle Rahmendaten sowie die Vorbestellungen blieben bestehen, teilte Neofonie am Freitag in Berlin mit. Gleichzeitig werde die GmbH, die das Gerät sowie eine Internet-Plattform für die Verlagsbranche entwickelt, in WeTab GmbH umgetauft.

Mit 29 mal 19 Zentimeter Größe und 800 Gramm Gewicht kann das WeTab Bilder im TV-Format 16:9 zeigen. Es verfügt über eine eingebaute Kamera (WebCam), zwei USB-Anschlüsse und einen Speicherkartenleser.

Auch eine externe Tastatur kann an das WeTab angeschlossen und Fotos aus der Digitalkamera direkt aufgespielt werden. Mehrere Programme laufen gleichzeitig – Möglichkeiten, die Apples Wunderkind nicht biete.

Das WeTab werde mit dem Linux-Betriebssystem ausgestattet, zahlreiche Programme zum Beispiel für die Textverarbeitung oder das Surfen im Internet sollen vorinstalliert sein. Eine Kamera gehöre zu seiner Ausstattung, Geräte wie externe Festplatten oder Drucker ließen sich anders als bei Apple per USB anschließen.

Im Gegensatz zum Apple iPad ist es außerdem offen für Anwendungen verschiedener Software-Anbieter – während der US-Computerkonzern kein Programm ohne seine Zustimmung auf den Tablet-PC lässt. Die Geräte soll es in Modellen mit 16 und 32 Gigabyte Speicherplatz geben.

Bei einem geplanten Preis von 450 Euro für das einfache und 570 Euro für das aufwändigere Modell müssen WeTab-Käufer weniger tief in die Tasche greifen als Fans des Apple-Modells, das voraussichtlich bis zu über 800 Euro kostet.

Bereits Anfang April hatte Neofonie den damaligen WePad vor Journalisten präsentiert, ohne dabei ein betriebsbereites Modell vorzuführen. Daraufhin waren in der Blogger-Szene Gerüchte aufgekommen, die Entwicklung sei ein „Phantom“.

Ende April unternahm Neofonie-Cehf Helmut Hoffer von Ankershoffen einen neuen Anlauf und präsentierte ein funktionierendes Lesegerät.