Technik

WeTab macht ab September iPad Konkurrenz

So ganz rund verlief die Werbekampagne für dasBerliner WeTab als Konkurrent zum iPad bislang nicht. Doch nun wird es ernst: Das WeTab kommt in den Handel.

Der Tablet-Computer WeTab soll für einen Preis ab 450 Euro ab September in den Handel kommen. Es werde zwei Modelle geben, teilte das Unternehmen mit: Die Basisversion mit 16 Gigabyte Speicher und WLAN-Anschluss kostet 450 Euro. Das Gerät mit 32 Gigabyte Kapazität und einer zusätzlichen UMTS-Verbindung kostet rund 570 Euro. Die günstigste Variante von Apples iPad mit WLAN ist für rund 500 Euro zu haben.

Als Verkaufspartner hat die WeTab GmbH Media Markt gewonnen. Das Gerät ist aber auch im Onlinehandel erhältlich, der Hersteller kooperiert hier mit amazon.de. Dort kann das WeTab bereits vorbestellt werden. Geliefert wird ab dem 19. September. Außerhalb Deutschlands soll das Gerät erst später verkauft werden.

Die Einführung des Gerätes war mit einigen Schwierigkeiten verbunden. Vorgestellt im April, sollte es ursprünglich im Sommer auf den Markt kommen, verzögerte sich aber. Nach Patzern bei der Präsentation, als nur ein Video statt eines echten Betriebssystems auf dem Gerät lief, mutmaßten Beobachter, es handle sich um ein "Phantom". Zudem musste der Name geändert werden - ursprünglich sollte das Gerät WePad heißen.

Nach Angaben des Herstellers steht das WeTab für Offenheit. Nutzer, Medienanbieter und Anwendungsentwickler sollen möglichst wenige Hürden vorfinden und bei der Auswahl der Software und der anschließbaren Geräte viel Freiheit haben. Das Betriebssystem WeTab OS unterstützt Flash, Adobe-AIR-Applikationen und Apps, die für das offene Betriebssystem Android entwickelt wurden. Im WeTab Store sind Apps und Medien aus diversen Stores zusammengefasst.

Tore Meyer, Geschäftsführer der WeTab GmbH, schwärmt von der Flexibilität des Geräts: Es biete sich für die Nutzung zu Hause und unterwegs an. Es eigne sich gut für das Lesen von eBooks, interaktiven Zeitungen und Zeitschriften sowie zur Nutzung sozialer Netzwerke und natürlich für Musik und Videos.

( BMO )