Gesundheit

DAK-Studie: Mädchen sind viel stärker gestresst als Jungen

Sie klagen über Schlafprobleme, Kopf- und Bauchweh: Stress verursacht vielen Schülern Gesundheitsprobleme. Jungen trifft es seltener.

Stress ist kein Phänomen ausschließlich von Erwachsenen. Auch viele Schülerinnen und Schüler klagen bereits darüber.

Stress ist kein Phänomen ausschließlich von Erwachsenen. Auch viele Schülerinnen und Schüler klagen bereits darüber.

Foto: Thomas Trutschel/photothek.net / imago/photothek

Berlin.  43 Prozent der Schüler leiden nach einer neuen Studie der Krankenkasse DAK unter Stress – mit Folgen für die Gesundheit. Ein Drittel der betroffenen Jungen und Mädchen hat demnach Beschwerden wie Kopfschmerzen, Rückenschmerzen oder Schlafprobleme. Und: Der Stress nimmt mit den Schuljahren noch zu. Das geht aus dem Präventionsradar 2017 der DAK-Gesundheit hervor, der an diesem Freitag in Berlin vorgestellt werden soll und der Deutschen Presse-Agentur vorab vorlag.

Mädchen fühlen sich laut der Studie häufiger gestresst als Jungen. Jede zweite Schülerin habe sehr oft oder oft Stress. Bei den Schülern seien es 37 Prozent. Vier von zehn Schülerinnen hätten oft Kopfschmerzen, mehr als ein Drittel schlafe schlecht. 30 Prozent klagten regelmäßig über Rückenschmerzen, ein Viertel über Bauchweh.

40 Prozent beklagen hohe Belastung durch Schule

Bei den Jungen gab gut ein Viertel an, häufig Kopfschmerzen zu haben. Jeweils rund 30 Prozent der Schüler schlafen demnach schlecht oder haben Rückenschmerzen, 15 Prozent haben oft Bauchweh. Viele Kinder und Jugendliche erlebten Schule als Belastung. 40 Prozent der Schüler gaben an, zu viel für die Schule machen zu müssen.

Der Präventionsradar untersucht jährlich das körperliche und psychische Wohlbefinden sowie das Gesundheitsverhalten von Kindern und Jugendlichen zwischen zehn und 18 Jahren. Die DAK unterstütze nachdrücklich Initiativen, die sich für die Aufnahme von Gesundheitsthemen in den Lehrplan stark machten, hieß es bei der gesetzlichen Krankenkasse. (dpa)

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