Erkältung

Grippaler Infekt - Infos zu Symptomen, Ansteckung & Dauer

Ein grippaler Infekt ist häufig und lästig, aber nicht mit einer echten Grippe zu verwechseln. Die Berliner Morgenpost erklärt die wichtigsten Unterschiede.

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Es beginnt mit einem leichten Kratzen im Hals, dann kommen die Halsschmerzen, und schließlich sind Husten und Schnupfen für rund zwei Wochen ein ständiger Begleiter. All diese Symptome sind lästig, keine Frage. Doch meistens handelt es sich dabei nicht um eine Grippe, sondern um eine ganz normale Infektion mit Erkältungsviren oder Bakterien.

Manche Ärzte sprechen bei einer Erkältung auch von einem „grippalen Infekt“. Dieser wird zwar meist auch durch Viren ausgelöst, hat aber nichts mit einer wirklichen Grippe zu tun. Deshalb ist die Bezeichnung irreführend. Ein grippaler Infekt trifft viele Menschen bis zu viermal im Jahr und geht von selbst und ohne Nachwirkungen vorüber.

Echte Influenza klingt nur langsam ab

Nur wenn eine Infektion durch Bakterien vorliegt, ist eine Behandlung mit Antibiotika notwendig. Ansonsten helfen verschreibungsfreie Medikamente aus der Apotheke und Hausmittel. Charakteristisch für einen grippalen Infekt ist, dass er langsam kommt und schnell verschwindet.

Anders verhält es sich mit der deutlich gefährlicheren Influenza: Sie kommt schlagartig und klingt nur langsam ab. Wer von einem saisonalen Grippevirus befallen wird, leidet schlagartig unter Symptomen wie Fieber, Schüttelfrost und Gliederschmerzen.

Grippe viel langwieriger als grippaler Infekt

Bei einer echten Grippe sollte unbedingt ärztlicher Rat eingeholt werden, denn sie erfasst nicht nur die Atemwege, sondern den gesamten Körper. Das Fieber steigt schnell an, die Krankheit dauert in der Regel wochenlang. Selbst Monate nach der Infektion fühlen sich Erkrankte oft noch schlapp und müde.

In vielen Fällen verläuft eine Grippe so leicht, dass sie mit einem grippalen Infekt verwechselt wird. Klärung kann ein vom Arzt durchgeführter Virentest schaffen. Im ungünstigsten Fall droht ein schwerer Verlauf der Influenza mit Folgeerkrankungen. Besonders gefährdete Bürger, wie etwa Senioren, chronisch Kranke oder Schwangere, sollten sich deshalb gegen Grippe impfen lassen.

Virenübertragung beim Händeschütteln

Viren aller Art werden vor allem durch Tröpfcheninfektion übertragen. Die Tröpfchen entstehen beim Husten oder Niesen entstehen und gelangen über kleinere Abstände auf die Schleimhäute der Atemwege anderer Menschen. Das Robert Koch-Instituts (RKI) in Berlin empfiehlt deshalb, beim Niesen den Ellenbogen vor den Mund zu halten, regelmäßig die Hände zu waschen und gründliches Lüften.

Oft kleben die Erreger auch an Händen oder Oberflächen. Man schüttelt die Hand eines Patienten mit grippalem Infekt oder Grippe, fasst sich nachher selbst an Nase oder Mund – und schon kann die Ansteckung passiert sein. Deshalb ist es ratsam, von bereits erkrankten Kollegen oder Freunden Abstand zu halten.