Gesundheit

Nylonkleidung schlecht bei Hautausschlag

Hautausschläge bei Kindern und Jugendlichen können schlimmer werden, wenn sie Kleidung mit Anteilen an Nylon oder Wolle tragen. Auch Staub, ungewohnte Haustiere, Schwimmen, Schwitzen und Shampoos verstärken die Beschwerden. Das haben Forscher der Universität Nottingham herausgefunden.

Foto: picture-alliance/ ZB / pa

Es gebe zwar noch wenige Studien darüber, was bei Kindern Ekzemschübe auslöst, kommentiert Professor Hans-Jürgen Nentwich vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte in Köln die Untersuchung. „Um im Alltag die Beschwerden zu lindern, ist es aber sehr wichtig, darüber informiert zu sein, was die Hautirritationen verschlimmert.“ Staub war laut der Studie der stärkste Auslöser für Neurodermitis.

Traten mehrere Reize gleichzeitig auf, erhöhte dies die Wirkung der einzelnen Auslöser noch. Auch kaltes oder heißes Wetter kann demnach als Verstärker wirken. Eine Temperaturveränderung von mehr als drei Grad zur durchschnittlichen Temperatur der vorangegangenen Woche hatte auf alle beobachteten Kinder mit Neurodermitis einen negativen Einfluss.

Wuschen Eltern die Haare ihrer Kinder und duschten oder badeten sie sie gleichzeitig, war dies schlimmer für die Haut als Haarewaschen alleine. „Wenn Eltern und Kinder versuchen, diese sieben ermittelten Risikofaktoren Nylon und Wolle in der Kleidung, Staub, ungewohnte Haustiere, Schwimmen, Schwitzen und Shampoos zu meiden, können sie vielleicht einige Schübe im Vorfeld verhindern“, sagt Nentwich.

Verfolgen Kinder oder deren Eltern, wann sich die Haut verschlechtert und schreiben dies im Verlauf eines Jahres auf, könnten sie in Zukunft womöglich noch weiteren unangenehmen Reizstoffen aus dem Weg gehen.