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2050 sind 42 Prozent der Amerikaner extrem fett

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In den USA ist Fettsucht eine Epidemie - deren Höhepunkt aber noch aussteht, behaupten Forscher. Im Jahr 2050 werden demnach 42 Prozent der US-Bürger fettleibig sein.

Schon heute ist mehr als jeder dritte US- Amerikaner fettleibig, und in den kommenden Jahren wird die Zahl der Dicken weiter wachsen. Erst wenn mindestens 42 Prozent der US-Bürger extrem übergewichtig sind, ist der Höhepunkt der Fettsucht-Epidemie erreicht, wie Forscher der Harvard-Universität in Cambridge (US-Staat Massachusetts) errechnet haben. Noch bis zum Jahr 2050 kann die Zahl fettleibiger Menschen in den USA demnach zunehmen, schreiben die Forscher um Alison Hill im Fachblatt „PLoS Computational Biology“.

Die Forscher hatten 40 Jahre zurückreichende Daten von Teilnehmern der Framingham Heart Study ausgewertet. 1971 fielen 14 Prozent dieser Probanden in die Kategorie „fettsüchtig“: sie hatten einen Body-Mass- Index (BMI) von 30 oder darüber. In den vergangenen fünf Jahren waren es nach Angaben der US-Gesundheitsbehörde CDC bereits 34 Prozent der Bevölkerung. Weitere 34 Prozent zählen mit einem BMI zwischen 25 und unter 30 als übergewichtig.

Die Hoffnungen einiger Experten, das damit der Höhepunkt der Epidemie erreicht sei, stützen die Ergebnisse der Forscher um Hill nicht. Schlimmstenfalls steige der Anteil der Fettleibigen sogar über 42 Prozent, denn diese Zahl sei unter optimistischen Annahmen ermittelt worden. Allerdings werde sich die Fettsucht in den kommenden Jahren langsamer ausbreiten als in der Vergangenheit. Bis der Höhepunkt erreicht sei, könne es daher noch 40 Jahre dauern.

Als einen der Hauptgründe für die rasante Ausbreitung der Fettsucht in den vergangenen Jahrzehnten nennen die Wissenschaftler „soziale Ansteckung“: Wer demnach als Normalgewichtiger Kontakte zu fünf fettleibigen Menschen hat, trägt ein doppelt so hohes Risiko, selbst fettleibig zu werden, wie jemand, der keine extrem dicken Freunde hat.

Neben der sozialen Ansteckung sind zwei weitere Gründe für die Ausbreitung der Fettsucht hauptverantwortlich, berichten die Forscher: Zum einen die leichte Verfügbarkeit von ungesunden Lebensmitteln und der bequeme, überwiegend sitzende Lebensstil.

Zum andere gelinge es den Menschen nach wie vor nur schwer, einmal angefuttertes Übergewicht wieder loszuwerden. Ein fettsüchtiger Erwachsener hat demnach nur eine Chance von vier Prozent, zumindest so viel abzunehmen, dass er wieder in die Kategorie „übergewichtig“ fällt. Diese Zahl ist seit 1971 unverändert geblieben.