Schutzeffekt

Früher Sport schützt vor Übergewicht im Alter

Stephanie Nano

Foto: Reto Klar

Wer sich in jungen Jahren viel bewegt, hat ein geringeres Risiko, im Alter an Übergewicht zu leiden. Der Effekt ist bei Frauen besonders stark ausgeprägt.

Regelmäßige Bewegung im jungen Erwachsenenalter zahlt sich auch Jahrzehnte später noch aus. Wer im Alter von 20 bis 30 Jahren regelmäßig aktiv ist, nimmt laut einer Studie in der Lebensmitte weniger stark an Gewicht zu. Besonders ausgeprägt ist dieser Effekt bei Frauen.

Gerade im Alter zwischen 40 und 50 Jahren setzen viele Menschen Speck an. „Es ist schwierig, im Alter nicht zuzunehmen“, sagt Arlene Hankinson von der Northwestern Universität in Chicago. Um den langfristigen Einfluss regelmäßiger Bewegung zu ermitteln, befragte sie etwa 3.500 anfangs junge Männer und Frauen über den Zeitraum von 20 Jahren wiederholt nach ihrer körperlichen Aktivität. Dazu zählten nicht nur Sport, sondern auch Spaziergänge, ein körperlich anstrengender Beruf oder Hausarbeiten.

Resultat: Nur wer sich regelmäßig viel bewegte, häufte beim Übergang ins mittlere Erwachsenenalter weniger Pfunde an. Aktive Männer nahmen im Vergleich zu ihren passiveren Geschlechtsgenossen durchschnittlich 2,6 Kilo weniger zu.

Noch deutlicher war der Effekt bei Frauen: Bewegungsfreudige Frauen nahmen gut sechs Kilo weniger zu als passivere Teilnehmerinnen. In der im Fachblatt „JAMA“ veröffentlichten Untersuchung berücksichtigten die Forscher auch andere Einflussfaktoren wie den anfänglichen Körper-Masse-Index, die Ernährung, Rauchen oder Alkoholkonsum.

Allerdings waren nur zwölf Prozent der Teilnehmer sehr aktiv. „Regelmäßige Aktivität sollte bei jedem Menschen zum Leben gehören“, sagt Hankinson. „Frauen sollte man besonders dazu motivieren.“

( dapd/fp )