Erhöhte Risiken

Ausländische Schlankheitsmittel sind lebensgefährlich

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Wer ausländische Schlankheitsmittel einnimmt, kann im schlimmsten Fall sterben. Denn manche Anbieter gehen äußerst skrupellos vor.

Das Regierungspräsidium Darmstadt hat vor der Einnahme ausländischer Schlankheitsmittel gewarnt. Die Behörde, die den Arzneimittelverkehr in Hessen überwacht, rief nun zur Vorsicht beim Kauf von Schlankheits- und Arzneimitteln über das Internet auf.

Bei angeblich rein pflanzlichen Schlankheitsmitteln aus China und Indonesien, die über das Internet gekauft worden waren, sei erneut der nicht auf der Packung genannte und verschreibungspflichtige Wirkstoff Sibutramin nachgewiesen worden.

„Nach Studien birgt Sibutramin vor allem für Herz-Kreislauf- Patienten ein deutlich erhöhtes Herzinfarkt-Risiko, eine US-Studie listet 34 Todesfälle durch den Arzneistoff auf“, heißt es in der Mitteilung. Auch Phenolphthalein sei in einer Probe der Schlankheitsmittel gefunden worden. Es stehe in Verdacht, Krebs zu erzeugen.

„Skrupellose Geschäftemacher gefährden die Gesundheit, indem sie vermeintlich harmlose Schlankheitsmittel mit gefährlichen Wirkstoffen versetzen“, warnte Regierungspräsident Johannes Baron laut Mitteilung. Selbst Internetseiten, die auf den Verbraucher einen „inländischen“ Eindruck machten, entpuppten sich bei genauerem Hinsehen oder gar erst nach Bestellung als Angebote ausländischer Unternehmen.

Die Arzneimittel könnten qualitativ minderwertig oder gar lebensbedrohlich sein. Außerdem sei die Einfuhr von Arzneimitteln aus Ländern außerhalb der EU grundsätzlich verboten. Wenn auf einer Internetseite das Impressum und die Allgemeinen Geschäftsbedingungen fehlten und nur Lifestyle-Produkte vertrieben würden, sei unbedingt Vorsicht geboten, meinte das Regierungspräsidium.

( dpa/fp )