Klimawandel

Grönland im September viel wärmer als üblich

Blick auf eisbedeckte Fjorde und Berglandschaften auf Grönland.

Blick auf eisbedeckte Fjorde und Berglandschaften auf Grönland.

Foto: Britta Pedersen/dpa

Wer an Grönland denkt, dem kommen Bilder von Gletschern und Eisschollen in den Kopf. Tatsächlich sind die Temperaturen dort im September zum Teil um mehr als acht Grad gestiegen.

Reading. In Grönland war es offiziellen Angaben zufolge im September 2022 an einigen Orten mehr als acht Grad wärmer als im mehrjährigen Schnitt für diesen Monat. «In Grönland war es ungewöhnlich warm, und der größte Teil des Gebiets erlebte den wärmsten September seit 1979», sagte die Klimaforscherin Freja Vamborg vom EU-Klimawandeldienst Copernicus am Donnerstag einer Mitteilung zufolge.

Weltweit lag die Durchschnittstemperatur fast 0,3 Grad über dem Durchschnitt. Als Referenzzeitraum dafür gelten die Jahre von 1991 bis 2020. Gemeinsam mit dem September 2016 war der diesjährige September der viertwärmste bislang gemessene. In Europa lagen die Temperaturen hingegen etwas unter dem Durchschnitt.

In der Antarktis lag die Ausdehnung des Meereises im September drei Prozent unter dem Durchschnitt. Das rangiert unter den fünf niedrigsten Werten für September. In mehreren Monaten waren in diesem Jahr eine rekordverdächtig niedrige Ausdehnung festgestellt worden.

Für seine Messungen und Auswertungen nutzt der EU-Klimawandeldienst Satelliten, Schiffe, Flugzeuge und Wetterstationen auf der ganzen Welt. Monatlich werden mit Hilfe von Computeranalysen Daten zu Temperaturen, der Meereisdecke und anderen Aspekten veröffentlicht.