Dürre

Wassermangel auf Kanarischen Inseln bedroht Landwirtschaft

Das Wetter auf den Kanaren war in den vergangenen Monaten zu trocken. Wegen des Wassermangels fürchten Landwirte eine schlechte Ernte.

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Las Palmas. Zuletzt hatte es Warnungen vor Sandstürmen gebeben, inzwischen haben die Kanaren ein ganz anderes Problem – die massive Trockenheit. Denn wie an vielen Orten Europas ist es auch auf spanischen Inselgruppe sehr warm und sehr trocken. Das Wetter ist für Touristen optimal – für die Anwohner nicht. Es fehlt Niederschlag.

Die anhaltende Trockenheit auf den Kanarischen Inseln führt inzwischen zu einem für die Landwirtschaft bedrohlichen Wassermangel. Mehrere Medien berichten unter Berufung auf den Inselrat, dass die Staubecken auf Gran Canaria einen kritischen Füllstand erreicht hätten.

Den Angaben zufolge sind die Staubecken zu weniger als einem Drittel gefüllt, an manchen Stellen sei der Füllstand unter ein Zehntel gesunken. Deshalb stehe den Landwirten zu wenig Wasser für eine gute Ernte zur Verfügung, heißt es.

Dürre auf den Kanaren – Winzer in Sorge

Betroffen sind offenbar vor allem die Gebiete um Ayagaures und Fataga auf Gran Canaria. Wegen der Trockenheit falle bereits unreifes Obst von den Bäumen.

Aber auch Winzer auf Teneriffa schlügen Alarm, heißt etwa auf der Website teneriffa-news.com. Wegen der Dürre zeichneten sich Ernterückgänge ab, weil es aber in den Spitzen nicht warm genug war, könnten die Winzer auch nicht auf einen guten Jahrgang hoffen. Insgesamt, so vermeldete der Verband der Landwirte und Viehzüchter auf den Kanarischen Inseln, rechneten die Winzer mit bis zu 40 Prozent Ernteverlust.

Im Juli war ein Sandsturm über die Kanaren hinweg gezogen. Nicht das einzige Naturphänomen, mit dem die Inselgruppe regelmäßig zu tun hat: Im Januar hatte die Erde gebebt. (fmg)