Baton Rouge

Keine Aliens: Staub lässt seltsamen Stern flackern

Baton Rouge. Der "seltsamste Stern der Milchstraße" ist wohl doch nicht die Heimat einer außerirdischen Zivilisation, wie es eine Theorie aus den 60er-Jahren besagt. Stattdessen ist vermutlich Staub für das rätselhafte Flackern dieser Sonne im Sternbild Schwan verantwortlich. Das berichten Forscher von der Louisiana State University in Baton Rouge (USA) im Fachblatt "The Astrophysical Journal Letters".

Die Helligkeit von "Tabbys Stern", wie er nach seiner Entdeckerin Tabetha Boyajian getauft wurde, schwankt in unregelmäßigen Abständen um bis zu 22 Prozent. Das ist extrem ungewöhnlich für eine Sonne dieses Typs. Der spektakulärste Erklärungsversuch für das Verhalten des Sterns stammt vom US-Theoretiker Freeman Dyson. Er schlägt vor, dass eine technologisch fortgeschrittene Zivilisation um den Stern eine sogenannte Dyson-Sphäre gebaut hat, um ihren Energiebedarf zu decken.

Die jüngsten Analysen deuten nun jedoch auf extrem feinen Staub als Grund dafür hin, dass das Licht des Sterns heller und dunkler wird, wie die Forscher schreiben. Solcher Staub schluckt Licht verschiedener Farben unterschiedlich stark.

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