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Nairobi

Umweltgipfel: Wissenschaft soll mehr gehört werden

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Nairobi. Im Kampf gegen die dringenden Umweltprobleme unserer Zeit muss dem UN-Umwelt-Chef Erik Solheim zufolge auf die Wissenschaft gehört werden. "Ich bin bestürzt über einige der Angriffe auf die Wissenschaft, die ich sehe", sagte der Leiter des UN-Umweltprogramms am Mittwoch, dem letzten Tag des UN-Umweltgipfels in Kenia. "Wie kann man an Nasas Raketentechnologie glauben, aber nicht an Nasas Klimawissenschaft?", sagte er. Derartige wissenschaftliche Ignoranz könne man nicht akzeptieren. "Lasst uns die Wissenschaft verteidigen."

Zudem sagte er, die USA hätten sich bei dem Gipfel mit einer gemeinsamen Erklärung der Delegierten schwer getan. Die US-Regierung unter Donald Trump zweifelt den Klimawandel an und hat angekündigt, aus dem Klimaabkommen von Paris aussteigen zu wollen. Bei dem dreitägigen UN-Umweltgipfel in Nairobi, an dem unter anderem 100 Umweltminister teilnahmen, versprachen die Beteiligten, stärkere Maßnahmen gegen Umweltverschmutzung zu ergreifen. Der Kampf gegen Plastikmüll in den Meeren war dabei ein wichtiges Thema. Elf Resolutionen und eine Deklaration der Versammlung sollten am Mittwochnachmittag verabschiedet werden.