Archäologie

Google erinnert mit Doodle an Mary Leakey

Vor 100 Jahren wurde die Archäologin Mary Leakey geboren. Google hat ihr dazu ein Doodle spendiert - und auch ihre Hunde nicht vergessen.

Foto: Google

Geboren wurde die angesehene Archäologin und Anthropologin als Mary Douglas Nicol am 6. Februar 1913 in London. Da ihre Eltern sich beide für Archäologie interessierten und mit dem bekannten Ägyptologen Howard Carter befreundet waren - der Howard Carter, der das Grab des Tutenchamun in Ägypten entdeckte - konnte sie bereits im Alter von zehn Jahren bei Ausgrabungen mithelfen.

Wegen ihrer Aufsässigkeit wurde sie zunächst ohne Abschluss von der Schule geworfen - diese hatte sie jedoch ohnehin als völlig lebensfern angesehen. Um ihrem Traumberuf Archäologin dennoch nahe zu kommen, nahm sie in ihrer Freizeit an Vorlesungen teil. Ihre Hartnäckigkeit zahlte sich aus - schließlich wurde Mary Mitarbeiterin für archäologische Ausgrabungen in England.

Nie zur Ausgrabung ohne ihre zwei Dalmatiner

1933 lernte sie den Archäologen Louis Leakey kennen - ihren zukünftigen Ehemann, mit dem sie anschließend häufig an Ausgrabungen teilnahm. Weltweit berühmt wurde Mary Leakey aber erst ein Vierteljahrhundert später, nachdem sie im Jahr 1959 im Norden Tansanias einen noch weitgehend unbeschädigten Schädel gefunden hatte. Es handelte sich um den sogenannten „Nussknackermenschen“ - das damals älteste je gefundene Fossil eines Homininiden.

Am 9. Dezember 1996 starb Mary Leakey als angesehene Wissenschaftlerin - ohne je einen akademischen Grad erhalten zu haben.

Das „Doodle“, welches auf der Google-Startseite das Logo des Suchmaschinenriesen ersetzt, zeigt Leakey nun inmitten einer Ausgrabungsszene. Mit dabei sind auch ihre beiden Dalmatiner, die Leakey wegen der hohen Gefahr wilder Tiere an den Ausgrabungsorten tatsächlich immer als Schutz dabei hatte. Beim Klick auf das Bild erhält der Nutzer weitere Informationen über die Forscherin.