Ratgeber

Das sollten Sie beim Notebook-Kauf beachten

| Lesedauer: 10 Minuten

Vollwertiger Computer für zu Hause oder kleiner Rechner für unterwegs: Notebooks gibt es für viele Zwecke. Das macht die Kaufentscheidung nicht gerade einfach.

Bringt Sie die riesige Auswahl an Laptops durcheinander? Klein oder groß? Schnell oder günstig? Nach der Beantwortung weniger Fragen empfiehlt Computer Bild Ihnen die beliebtesten Notebooks der für Sie am besten geeigneten Kategorie.

Das müssen Sie wissen

Mobilrechner, die einen Schreibtisch-PC ersetzen, sollten mit einem großen Bildschirm ausgerüstet sein und in puncto Rechenleistung überzeugen. Wollen Sie auf dem Notebook auch PC-Spiele zocken, ist nicht nur der Hauptprozessor ausschlaggebend – auch die Grafikleistung und der Arbeitsspeicher müssen großzügig bemessen sein.

Festplatte und Display: Um die komplette Musik- und Videosammlung immer dabei zu haben, ist eine Festplatte mit ausreichend Speicherplatz vonnöten. Ein Bildschirm im Breitformat lässt Balken in Kinofilmen fast komplett verschwinden.

Gewicht und Akku-Leistung: Wer mit seinem Notebook viel unterwegs ist, darf das Gesamtgewicht nicht außer Acht lassen. Mit mehr als drei Kilogramm wird der schönste Laptop zur Belastung im Gepäck. Um möglichst unabhängig von der nächsten Steckdose zu bleiben, muss der Akku lange durchhalten. Spezielle Mobilprozessoren arbeiten besonders effizient und helfen, die Laufzeit zu verlängern.

Weitere wichtige Kaufmerkmale: Schreibtisch-Notebook, Büro für unterwegs oder Multimedia-Station – auf was Sie beim Kauf genau achten sollten, erfahren Sie auf den folgenden Seiten.

Sind Tablet-PCs besser als Net- und Notebooks?

Ersetzen Tablet-PCs – allen voran Apples iPad – nach und nach die Netbooks? Bietet die Bedienung per Touchscreen nur Vorteile oder gibt es auch gute Gründe, die gegen den Kauf sprechen? COMPUTER BILD vergleicht die Stärken und Schwächen.

1) Ersatz für den Schreibtisch-PC

Sie wollen:

- einen Schreibtisch-PC ersetzen

- flexibel im ganzen Haus arbeiten

- einen Komplettrechner für alle Fälle haben

- gelegentlich am Notebook spielen

Notebooks sind nicht nur unterwegs flexible Begleiter, auch zu Hause machen sie eine gute Figur. Ob am Schreibtisch, auf dem Sofa oder im Garten: Mit einem Laptop bleiben Sie beweglich. Und wenn der mobile Computer nicht gebraucht wird, verschwindet er in der Schublade.

Volle Leistung

Wichtig ist, dass Ihr Notebook als PC-Ersatz alle Funktionen beherrscht, die Sie brauchen. Als Prozessor benötigen Sie nicht das stromsparendste Modell. Das verringert zwar die Akku-Laufzeit, aber diese Tatsache fällt beim Heim-Einsatz nicht so ins Gewicht, schließlich ist die nächste Steckdose nicht weit. Ein Mobilprozessor mit zwei Rechenkernen ist eine gute Wahl.

Reichlich Speicher und viele Anschlüsse

Die Größe des Arbeitsspeichers sollte mindestens zwei Gigabyte betragen, vier Gigabyte sind empfehlenswert. Videos, Fotos und MP3s benötigen viel Speicherplatz, daher sollte die Festplatte großzügig bemessen sein, 500 Gigabyte dürfen es schon sein. DVD-Brenner und vielfältige Anschlussmöglichkeiten für Drucker, Scanner und andere Zusatzgeräte sind Pflicht. Möchten Sie Ihr Notebook an einen größeren Monitor oder Fernseher anschließen? Dann ist ein digitaler Anschluss (DVI, HDMI, DisplayPort) wichtig.

Großes Display: Der Monitor sollte mindestens über eine 15-Zoll-Diagonale verfügen. Browser und Büroprogramme funktionieren mit weniger, aber Videos, Spiele, Bilder kommen erst auf einem größeren Monitor voll zur Geltung.

Spiele-Einsatz: Wichtig für die Spieleleistung: Das Notebook sollte mit einem leistungsfähigen Grafikprozessor ausgerüstet sein. Grafikchips, die in die Hauptplatine (onboard) oder in den Prozessor integriert sind, bieten meist nur eingeschränkte Spieletauglichkeit. In jedem Notebook-Test von COMPUTER BILD ist die Spielegeschwindigkeit angeben.

Software: Besitzen Sie bereits sämtliche Programme, die Sie benötigen? Wenn ja, ist ein großzügiges Softwarepaket unnötig. Falls nein, achten Sie auf Bürosoftware. Programme, die Sie im Nachhinein erwerben müssen, kosten Sie schnell ein paar Hundert Euro extra.

Preis

Günstige Notebooks mit 15-Zoll-Bildschirm, die den Schreibtisch-PC ersetzen, sind ab etwa 600 Euro erhältlich. Geräte mit höherer Spieleleistung und größerem Bildschirm ab circa 900 Euro (Stand: November 2010).

2) Multimedia-Notebook: Das muss ein Laptop bieten

Sie wollen:

- auf Ihrem Notebook Musik und Filme speichern

- Filme von Festplatte, DVD und Blu-ray-Discs schauen

- das Notebook an den Fernseher anschließen

Ein scharfer und großer Bildschirm macht aus einem Notebook ein ideales Klapp-Kino für zu Hause und unterwegs. Reicht Ihnen der Bildschirm nicht, verbinden Sie den Laptop mit einem Fernseher oder Projektor (Beamer).

Bildschirmgröße und -format

Ein Monitor mit mindestens 16 Zoll Bilddiagonale ist Pflicht, sonst kommt kein richtiges Kinogefühl auf. Am besten wählen Sie ein Modell mit einem Display im 16:9-Format, dann reduzieren Sie die störenden schwarzen Balken. Glossy-Bildschirme führen bei Lichteinfall zu Spiegelungen, bietet aber brillante Farben und einen recht hohen Kontrast.

Viel Speicherplatz und das richtige Laufwerk

Längst nicht jedes Notebook verfügt über ein Blu-ray-Laufwerk, doch wer Filme in optimaler HD-Auflösung genießen will, sollte nicht darauf verzichten. Die meisten Laufwerke verstehen sich auf das Abspielen von Blu-ray-Scheiben und das Brennen und Abspielen von DVDs. Blu-ray-Brenner sind (noch) die Ausnahme (Stand: November 2010). Wer Filme nicht nur von DVD oder Blu-ray-Disc schauen will, benötigt eine große Festplatte, denn Videos sind Speicherfresser. Das gilt auch für eine umfangreiche Musiksammlung, die schnell mehrere Gigabyte erreicht. Die Festplattenkapazität sollte deshalb nicht unter 500 Gigabyte liegen.

Der gute Ton

Es verwundert natürlich nicht, dass der Klang von kompakten Notebook-Lautsprechern deutlich schlechter ist als der von klassischen HiFi-Boxen. Mit den richtigen Anschlüssen erreichen Sie trotzdem einen ansprechenden Ton. Kopfhörer und Mikrofon sind fast immer anstöpselbar, aber um das Notebook auch mit der Heimkino-Anlage zu verbinden, bedarf es mehr. Optimale Qualität und Mehrkanal-Kinosound überträgt lediglich ein digitaler Tonausgang.

Bildschöne Qualität

Mit einem Anschluss für externe Bildschirme und Projektoren wird ein Notebook zur mobilen Abspielstation. Über die VGA-Buchse übertragen Sie das Bild analog, mit einem DVI-Ausgang digital. Im Idealfall ist Ihr Kino-Notebook bereits mit einem digitalen HDMI- oder DisplayPort-Anschluss ausgestattet. Damit geben Sie Bild und Ton in bester Qualität auf einem Flachbild-TV oder einem Projektor wieder. Beim DisplayPort geht das bisher nur mit Adapter (Stand: November 2010).

Preis

Günstige Video- und Musik-Notebooks sind ab etwa 700 Euro erhältlich (Stand: November 2010).

3) Mobiles Büro und Surf-Station

Sie wollen:

- Ihr Notebook vor allem unterwegs einsetzen

- überall ins Internet gelangen

- das Notebook als mobiles Büro nutzen

In der Bahn, in der Bibliothek oder im Büro ist ein Notebook nützliches Arbeitsgerät und Kommunikationszentrale. Mit der richtigen Ausstattung vermissen Sie auch auf Reisen nichts.

Gewicht: Weniger ist mehr

Jedes Gramm Gewicht belastet unterwegs, deshalb ist ein Laptop-Leichtgewicht die erste Wahl. Sogenannte Netbooks oder Sub-Notebooks, oft ohne DVD-Laufwerk und mit sehr kleinem Bildschirm, wiegen nur etwa ein Kilogramm. Voll ausgestattete Modelle bringen deutlich mehr auf die Waage, bieten aber auch eine umfangreichere Ausstattung. Ein 15-Zoll-Notebook sollte nicht mehr als drei Kilogramm wiegen.

Akku-Laufzeit beachten

Wichtiges Auswahlkriterium ist auch die Einsatzbereitschaft des Akkus. Wenn der Energiespeicher zu schnell schlappmacht, brauchen Sie stets eine Steckdose in der Nähe. Zwei Stunden Akku-Laufzeit sind Minimum. Sonst benötigen Sie unter Umständen einen Ersatzakku – der ist dann neben dem Netzteil ein weiteres Zusatzgewicht im Gepäck. In jedem COMPUTER BILD-Test wird die Akku-Laufzeit bei der Arbeit und der Wiedergabe von Videos getestet.

Der richtige Prozessor

Die Laufzeit des Akkus hängt auch unmittelbar vom eingesetzten Prozessor ab: Spezielle Mobilprozessoren arbeiten energiesparender als herkömmliche Modelle für den Schreibtisch-PC. Wer also lange unabhängig vom Stromnetz bleiben will, sollte einen Prozessor wählen, der wenig Strom verbraucht – zum Beipsiel Modelle mit Core-i3-Prozessor oder mit der Bezeichnung ULV. Die kleinen Netbooks besitzen meist den Strom sparenden, aber nicht so leistungsstarken Atom-Prozessor von Intel. Für Büroarbeiten und fürs Surfen im Internet reicht die Geschwindigkeit. Größere Aufgaben wie Videoschnitt sollte man Notebooks mit Atom-Prozessor nicht zumuten.

Mobiles Internet und weitere Verbindungsöglichkeiten

Aktuelle Laptops sind mit WLAN-Empfang fürs kabellose Internet ausgerüstet. Um auch Internet über das UMTS-Mobilfunknetz zu nutzen, ist meist noch eine spezielle Zusatzkarte (Express-Card oder per USB) vonnöten; auch Bluetooth ist zu empfehlen. Damit synchronisieren Sie beispielsweise Telefonnummern, Kontakte oder den Kalender in Ihrem Handy mit Outlook.

Glänzendes Display

Eine ganze Reihe von Laptops sind mit Hochglanzbildschirmen ausgerüstet, die bei der Anzeige von Videos und Bildern brillante Farben und einen hohen Kontrast bieten. Nachteil: In heller Umgebung spiegeln sie stark – ein helles Hemd oder ein Fenster führen zu Reflexionen. Matte Bildschirme sind diesbezüglich unempfindlicher und daher für den Einsatz im Freien vorzuziehen.

Preis

Günstige Einsteiger-Notebooks sind ab etwa 400 Euro erhältlich, leistungsschwächere Netbooks mit Zehn-Zoll-Bildschirm gibt es ab rund 250 Euro. Gerade im Bereich der ultraleichten Geräte mit hoher Leistung bietet der Markt auch Modelle, die deutlich über der 1000-Euro-Grenze liegen (Stand: November 2010).

Quelle: Computer Bild.

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