Doodle

Google erinnert an Mathematiker Pierre de Fermat

Heute vor 410 Jahren wurde der berühmte französische Jurist und Mathematiker Pierre de Fermat geboren. Zu Ehren des genialen Mathematikers widmet ihm Google ein ganz besonders ausgefallenes Doodle.

Foto: picture-alliance / Mary Evans Pi / pa

Eine grüne Tafel zeigt eine mit Kreide geschriebene Formel des Mathematikers. Fährt man nun mit der Computermaus über die Tafel, erscheint in einem kleinen Rahmen folgender Text: „Ich habe hierfür einen wahrlich wunderbaren Beweis gefunden, doch ist dieses Doodle zu schmal um es zu fassen".

Kein Wunder, denn auch die größte Tafel würde nicht ausreichen, um die komplexe Formel zu erklären, hinter der sich eine unglaubliche intellektuelle Leistung verbirgt. Mehr als 300 Jahre lang versuchten die besten Mathematiker der Welt diese Formel zu verifizieren.

So zählt die fermatsche Formel auch heute noch zu den berühmtesten Probleme der gesamten Mathematikgeschichte. Die lange vergebliche Suche nach einer Lösung führte nebenbei zu großen Fortschritten im Verständnis der Algebra.

Doch was verbirgt sich nun hinter dem fermatschen Satz? Vor etwa 350 Jahren übersetzte Fermat einen mathematischen Klassiker aus dem Griechischen. Nebenbei beschäftigte er sich mit einer höherdimensionalen Variante von pythagoreischen Tripeln: Das sind drei ganze Zahlen a, b, c, für welche die Summe der Quadrate der ersten beiden gleich dem Quadrat der dritten Zahl ist.

Beispiele gibt es wie Sand am Meer, die drei Zahlen 3, 4, 5 sind sicher am berühmtesten: Es ist nur zu beachten, dass 9 + 16 = 25 gilt. Ein Dreieck, bei dem die Seitenlängen ein solches Tripel bilden, ist notwendig rechtwinklig, und diese Tatsache kann man hervorragend zur Konstruktion rechter Winkel heranziehen, etwa im Gartenbau.

Fermat fragte sich nun, ob so etwas auch geht, wenn man "Quadrat" durch "dritte Potenz" (oder eine noch höhere Potenz) ersetzt. Kann man etwa a 4 +b 4 =c 4 erreichen? Er kam zu der Überzeugung, dass das wohl nicht geht. Leider hinterließ er nur eine nüchterne Notiz auf dem Rand des Buches, an dem er gerade arbeitete: Ich hab's bewiesen, aber der Platz reicht hier nicht, um es aufzuschreiben.

Erst vor rund zehn Jahren wurde klar, dass Fermat mit seiner Formel richtig lag. Den Beweis für die fermatsche Formel erbrachte im Jahr 1998 der britische Mathematiker Andrew Wiles. Der Lösung des so genannten Fermatproblems hat Wiles fast sein ganzes akademisches Leben gewidmet.