USA

Python-Plage in Florida durch freigelassene Haustiere

Foto: AFP

Everglades National Park (Florida) – Burmesische Pythons haben in den Everglades von Florida naturgemäß nichts verloren.

Doch die alles verdauenden Würgeschlangen machen zu Tausenden Jagd auf Vögel, Kaninchen, jede Menge geschützte Arten und selbst Alligatoren.

Zudem werden die ausgesetzten Pythons und ihre Nachkommen nach einem Bericht der „New York Times“ immer begehrtere Touristen-Attraktionen.

Biologen warnen zwar seit Jahren vor der Invasion exotischer Tierspezies in Florida und sprechen von einer „Verschmutzung“ (pollution) der Biosphäre, nicht weniger gefährlich als chemische Verschmutzungen.

Doch kaum jemand hört auf sie.

Ausser, wenn etwas passiert.

Im Juli 2009 entkam eine 2.50 Meter lange Python nördlich von Orlando aus ihrem Käfig und erwürgte ein zweijähriges Kind.

Sechs Wochen lang wurden Pythons gejagt und getötet.

Aber es war kaum mehr als ein symbolischer Akt.

In Floridas Gewässern sind inzwischen über ein Dutzend exotische Fische zu Hause und dominieren einheimische Arten.

Im US-Kongress steht ein Gesetz zur Debatte, das den Import von neun exotischen Schlangenarten in die USA verbieten will.

Die Pythons in Florida aber sind weder auszuweisen noch auszumerzen.

Vielleicht sollte man ein Zweckbündnis von menschlichen Schlangenjägern und Alligatoren erwägen.

Uwe Schmitt