EHEC-Angst

Salate verschwinden in Berlin von Speisekarten

In Berliner Gaststätten und Kantinen sind die Kunden sehr beunruhigt über die Herkunft der Gemüse. Aus diesem Grund sind Salate vielerorts komplett aus dem Angebot gestrichen. Für manche Betriebe könnte das tragisch werden.

Mit der Zahl der EHEC-Erkrankungen steigt auch die Vorsicht der Gäste in Gaststätten und Kantinen. Der Gastronomieverband Dehoga hat in den vergangenen Tagen eine deutliche Veränderung im Nachfrageverhalten registriert.

„Die Gäste sind sehr viel sensibler und fragen stärker nach, wo das Gemüse herkommt“, sagte die Verbandssprecherin Stefanie Heckel am Montag in Berlin. Zum Teil würden die Gäste keine Salate mehr bestellen und auf gekochtes Gemüse ausweichen. Einige Gaststätten würden darauf entsprechend reagieren und Salate aus dem Angebot nehmen.


So bieten Caterer, vor allem solche, die Kitas und Krankenhäuser beliefern, laut Heckel zum Teil keine Rohkostsalate mehr an. „In einigen Kantinen sind die Salatbars ganz verschwunden“, sagte Heckel. „Extrem besorgt“ sei der Verband um Gaststätten, die sich ganz auf gesunde Ernährung spezialisiert haben, wie zum Beispiel Salatbars.

Für die sei die aktuelle Entwicklung besonders tragisch, sagte Heckel. „Wir hoffen, dass bald Klarheit über die EHEC-Infektionsquelle herrscht“, betonte die Sprecherin. Belastbare Zahlen über die genauen Auswirkungen der EHEC-Infektionen auf die Gaststätten erhebe der Verband nicht.