Tödliches Gemüse

EHEC-Gurken auch in Tschechien aufgetaucht

Die Welle des gefährlichen Darmkeims EHEC breitet sich in Europa aus. Auch in Deutschlands Nachbarland Tschechien sind nun verseuchte Gurken in den Handel gekommen. Unklar ist noch, ob und wie viele verkauft wurden. Derweil haben die Infektionen in Skandinavien zugenommen.

Auch in Tschechien sind vermutlich mit dem Darmkeim EHEC kontaminierte Gurken in den Handel gelangt. Noch wisse man aber nicht, ob die potenziell gesundheitsschädliche Ware auch bereits an Endverbraucher verkauft worden sei, teilte die tschechische Lebensmittelinspektion SZPI nach einem Bericht der Nachrichtenagentur CTK vom Sonntag mit. Dies könne erst durch Überprüfungen im Laufe des Sonntags festgestellt werden. Auch Tests der betroffenen Gurken stehen noch aus.

Nach den Worten von SZPI-Sprecher Michal Spacil sei eine Sendung von Bio-Salatgurken aus einer verseuchten Charge aus Spanien betroffen, die „im Laufe der vergangenen Tage“ nach Tschechien geliefert worden sei. Die Information darüber habe die tschechische Behörde zunächst über das Frühwarnsystem der Europäischen Union erhalten und sofort ein Verkaufsverbot für die bedenkliche Ware erlassen.

n Skandinavien sind bis zum Wochenende 39 Menschen durch EHEC-Darmbakterien erkrankt. Wie die Gesundheitsbehörden in Stockholm und Kopenhagen angaben, waren alle Patienten vor ihrer Erkrankung in Deutschland auf Reisen.

Von den neun Kranken in Dänemark leiden vier an Nierenversagen, teilte das Staatliche Seruminstitut in Kopenhagen mit. In Schweden gab es bis Sonntag 30 nachgewiesene EHEC-Erkrankungen. Über die Zahl von Verdachtsfällen machten die Behörden beider Länder keine Angaben.

Beide Staaten forderten die Bevölkerung zu besonderer Vorsicht bei Reisen in Deutschland auf.