Naturkundemuseum

Riesenspinne lagert seit 150 Jahren in Berlin

Foto: Jason Dunlop, MfN

Ungewöhnlicher Fund im Berliner Naturkundemuseum. Ein Bernsteinstück. Das gab sein Geheimnis aber erst im Computertomographen preis: Das Fossil einer 49 Millionen Jahre alten Riesenkrabbenspinne.

Wissenschaftler haben in Berlin eine in 49 Millionen Jahre altem Bernstein konservierte Riesenkrabbenspinne entdeckt.

Der Fund sei außergewöhnlich, da sich diese starken und schnellen Spinnen normalerweise nicht von Baumharz einfangen ließen, wie das Leibniz-Institut für Evolutions- und Biodiversitätsforschung an der Humboldt-Universität zu Berlin mitteilte.

Ein internationales Expertenteam untersuchte das Bernsteinstück, das sich seit 150 Jahren im Museum für Naturkunde befindet, mittels moderner Computertomografie. Mit normalen optischen Methoden war das Tier kaum noch sichtbar, weil der Bernstein stark nachgedunkelt war.

Die 3D-Aufnahmen erlaubten den Wissenschaftlern nun einen Blick auf feinste Details der fossilen Spinne, die der Vogelspinne ähnelt.

Die Forscher konnten nachweisen, dass es sich um eine Riesenkrabbenspinne (Eusparassus) handelt, die heute noch in tropischen Gegenden, Südeuropa und Zentralasien leben und in Nordeuropa vor 49 Millionen Jahren beheimatet waren.

Mehr Informationen zu diesem ungewöhnlichen Fund finden sie hier

( AFP/db )