Historie

Wissenschaftler errechnet den langweiligsten Tag

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Jeder findet etwas anderes langweilig. Doch nun gibt es eine objektive Antwort auf die Frage nach dem bislang langweiligsten Tag seit Beginn des 20. Jahrhunderts.

“Es ist offiziell”, rühmt sich der Computerwissenschaftler und Physiker William Tunstall-Pedoe. Der langweiligste Tag in der Geschichte sei errechnet. Das Ergebnis: Der 11. April 1954 war der langweiligste Tag seit Beginn des 20. Jahrhunderts.

Mit der von ihm gegründeten Firma “True Knowledge” hat Tunstall-Pedoe eine Datenbank aufgebaut. Diese kann dem Erfinder zufolge Inhalte nicht nur anhand von Schlagworten durchsuchen, sondern die Inhalte auch einordnen. So arbeitet die Firma daran, es zu ermöglichen mit Hilfe des Computers Antworten auf konkret formulierte Fragen zu finden.

Dazu haben die Wissenschaftler die Datenbank auch mit 300 Millionen Daten zu historischen Ereignissen gefüttert. Nutzer könnten nun etwa auf die Frage „Wer starb am 16. Januar 2001“ eine Antwort finden, heißt es auf der Internetseite der Firma . Bei der Arbeit stellten die Tüftler fest, dass sie nun auch eine objektive Antwort auf die Frage nach dem langweiligsten Tag in der Geschichte errechnen könnten. “Zum Spaß” schrieben sie das entsprechende Script – für das 20. und 21. Jahrhundert.

“Langweilig” sei ja schließlich ein subjektiver Begriff, so die Wissenschaftler, doch nun sei klar, dass am Sonntag, 11. April 1954 tatsächlich kaum Bedeutendes passierte: An diesem Tag sei niemand Bedeutsames gestorben, kein wesentliches Ereignis fand statt und es wurden nicht einmal berühmte Persönlichkeiten geboren, wie sonst an einem typischen Tag des 20. Jahrhunderts. Als einzigen halbwegs Prominenten machen die Briten den türkischen Wissenschaftler Abdullah Atalar aus.

Einziges Problem: Nun ist der 11. April 1954 auf einmal interessant geworden, eben weil er der langweiligste Tag ist. Daher überlegen William Tunstall-Pedoe und seine Kollegen, einen zweiten langweiligsten Tag zu berechnen.

William Tunstall-Pedoe ist Wissenschaftler. Er unterrichtete zuletzt an der Cambrigde Universität und rühmt sich , der einzige Mensch zu sein, dem es gelungen ist, einen Computer so zu programmieren, dass er ein kryptisches Kreuzworträtsel lösen kann. Bestseller-Autor Dan Brown stieß auf Tunstall-Pedoe bei seinen Recherchen für "Sakrileg" - Origintaltitel "The Da Vinci Code" - wie Tunstall-Pedoe in seinem Blog schreibt. Seine "Anagram Genius technology", hätte es Brown angetan. Diese nutze Techniken künstlicher Intellizenz, um Anagramme zu erstellen. So sei sein Name schließlich auch in die Danksagungen in Browns Beststeller gelangt, schreibt Tunstalle-Bedoe.

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