Studie

Red Bull soll Risiko für Herzinfarkt erhöhen

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Der Energie-Drink verleiht bekanntlich Flügel – in Deutschland schwören vor allem jüngere Menschen auf die Wirkung des Getränks. Weltweit verkauft Red Bull jährlich einige Milliarden Dosen. Doch damit könnte bald Schluss sein, denn das Getränk erhöht australischen Forschern zufolge das Risiko eines Herzinfarkts oder Schlaganfalls.

Der Wissenschaftler Scott Willoughby sagte einer australischen Zeitung, Red Bull verdicke das Blut und verursache damit Herz-Kreislauf-Probleme. Der Forscher hatte 30 junge Erwachsene eine Stunde vor und nach dem Genuss des koffeinhaltigen Getränks getestet.


„Sie zeigten abnormale Werte, wie wir sie von Patienten mit Herzerkrankungen erwarten würden“, sagte der Wissenschaftler. Der Konsum von Red Bull könne in Kombination mit Stress oder Bluthochdruck demnach sogar zum Tod führen, sagte Willoughby.


Eine Sprecherin von Red Bull wies die Vorwürfe zurück, kündigte aber genauere Untersuchungen an. Die in der Studie nachgewiesenen Beeinträchtigungen gingen nicht über jene nach dem Konsum einer Tasse Kaffee hinaus, sagte Sprecherin Linda Rychter.

Red Bull ist in einigen Ländern aufgrund eines möglichen Gesundheitsrisikos verboten. Frankreich hatte das Getränk nach einem zwölfjährigen Verkaufsverbot erst vergangenen Monat zugelassen.

( REUTERS/OC )