Anthropologie

Die Inka mästeten ihre Menschenopfer

Foto: PA

In Peru haben Archäologen vor einigen Jahren mumifizierte Kinderleichen entdeckt, die jetzt näher untersucht wurden. Die Mumien sind Opfer eines Rituals, bei dem die Inka ihren Göttern Menschopfer brachten. Doch damit nicht genug: Sie wurden etwa zwölf Monate lang auf ihre Opferung vorbereitet.

„Wir haben Haarproben dieser Kinder untersucht und sind dabei auf eine grausige Geschichte gestoßen“, sagt Andrew Wilson von der englischen University of Bradford. „Offenbar wurden sie für ihre Opferung regelrecht gemästet."


Wilson und seine Arbeitsgruppe bestimmten in den Haaren die sogenannten Isotopenverhältnisse verschiedener Elemente. Daraus lassen sich Rückschlüsse auf die Nahrung eines Mensch in den letzten Lebensmonaten ziehen.

Die vier gefundenen, zwischen sechs und 15 Jahre alten Kinder stammen vermutlich aus ärmlichen Verhältnissen, ihre Nahrung bestand größtenteils aus Kartoffeln. Dann aber bekamen sie hochwertigen Mais und sogar Fleisch, um sie den Göttern angemessen präsentieren zu können. Sie wurden auf Felsen einfach ausgesetzt und erfroren oder wurden sogar erschlagen.