Robotik

Robbie 8 ist weltbester Robo-Lebensretter

Foto: Universität Koblenz

Ausgestattet mit einem Vierradantrieb, Kameras, Laserscanner und einem Wärmesensor soll er bald selbstständig Leben retten. Eingesetzt wird er dort, wo es für den Menschen zu schwierig oder zu gefährlich ist. Doch bis dahin darf er sich erst einmal bester Retter 2007 nennen.

Der von Koblenzer Informatikern entworfene Roboter „Robbie 8“ hat bei den Roboter-Weltmeisterschaften in den USA den Titel in der Kategorie „Autonome Rettungsroboter“ gewonnen.

Wie die Universität Koblenz-Landau mitteilte, setzte sich Robbie am Wochenende gegen 17 Konkurrenten durch. In dem Wettbewerb mussten die Rettungsroboter selbstständig oder ferngesteuert Erdbeben-Opfer finden. „Solche Roboter sollen in Gebieten eingesetzt werden, die für Menschen nur schwierig oder unter Gefahren zugänglich sind“, sagte Projektleiter, Johannes Pellenz.

Bei der Roboter-WM in Atlanta treten derzeit rund 300 Teams aus 33 Ländern in verschiedenen Disziplinen gegeneinander an.Der Koblenzer Roboter wurde in den vergangenen vier Jahren entwickelt. „Robbie 8“ besitzt unter anderem einen Wärmesensor, mit dem er Verschüttete erkennen soll. Zudem reagiert er auf Bewegungen.

Die rheinland-pfälzische Wissenschaftsministerin Doris Ahnen (SPD) sagte: „Der Titelgewinn in einem hochklassigen Feld belegt, dass die Koblenzer Informatik im Bereich der Robotersteuerung zur Weltspitze gehört.“ Bereits im April dieses Jahres hatten sich die Koblenzer nach Angaben der Universität bei einem Wettbewerb in Hannover den ersten Platz in der Kategorie „Autonomie“ und sich damit die Teilnahme an der internationalen Roboter-WM gesichert.

( dpa/hem )