Gesundheit

Weibliches Hüftgold erhöht Asthma-Risiko

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Eine apfelförmige Figur mit übermäßigem Taillenspeck erhöht das Asthma-Risiko von Frauen. Allerdings gilt dies nicht nur für Übergewichtige: Selbst bei Normalgewicht bestehe eine größere Gefahr, an einem chronischen Atemwegsleiden zu erkranken, berichtet der Bundesverband der Pneumologen.

Unter Berufung auf eine US-Studie weist der Bundesverband darauf hin, dass Frauen mit Normalgewicht und einem Taillenumfang von mehr als 88 Zentimetern mit höherer Wahrscheinlichkeit an einem chronisch-entzündlichen Atemwegsleiden erkranken, als andere Frauen.

Dass übergewichtige und fettleibige Frauen zwei bis drei Mal stärker zu Asthma neigen als Normalgewichtige, war bereits bekannt. "Diese Untersuchung zeigt nun allerdings auf, dass insbesondere das Eingeweidefett eine bedeutende Rolle bei der Entwicklung von Asthma zu spielen scheint", sagt Michael Barczok vom Vorstand des Bundesverbandes. Der Taillenumfang sei zur Einschätzung des Ausmaßes dieser Fettdepots sehr viel besser geeignet als andere Parameter, wie das Körpergewicht oder der Body-Mass-Index.

Eingeweidefett umhüllt die inneren Organe und unterscheidet sich nach Angabe des Experten von anderen Fettdepot-Typen im Körper dadurch, dass es "metabolisch aktiver" sei. Das bedeutet laut Barczok, dass vergrößerte Taillenfettdepots aktiver verstoffwechselt werden und zugleich Substanzen freisetzen, die Entzündungen fördern. Das könne zu Asthma führen, aber auch das Risiko für andere Stoffwechselstörungen wie Diabetes, Herz-Gefäß-Krankheiten oder das metabolische Syndrom steigern.

Grundsätzlich reagiert das Eingeweidefett empfindlicher auf eine veränderte Ernährung oder körperliche Bewegung als Fettgewebe, das direkt unter der Haut liegen: "Bei Gewichtsreduktion und körperlicher Aktivität wird das Eingeweidefett intensiver mobilisiert als das subkutane Fettgewebe." Aus diesem Grund seien eine ausgewogene Ernährung sowie regelmäßige Bewegung für Asthmatiker sehr wichtig.