Gesundheit

In den USA sind schon viele Babys zu fett

Bei Säuglingen unter sechs Monaten steigt der Anteil der Superdicken.

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Die Fettleibigkeit in den USA betrifft in zunehmendem Maß auch schon Babys. Das Fachblatt „Obesity“ berichtet in seiner jüngsten Ausgabe von einer Langzeitstudie der Harvard Medical School, bei der die Gewichtsverhältnisse von mehr als 120.000 Neugeborenen und Kleinkindern über 20 Jahre beobachtet wurden. Daraus ergab sich, dass 5,9 Prozent der Babys unter sechs Monaten im Jahr 2001 als fettleibig einzustufen waren, während der Anteil 20 Jahre zuvor noch bei 3,4 Prozent lag.

Mehr als jedes zehnte Baby in den USA (11,1 Prozent) ist der Studie zufolge übergewichtig, die nach der Fettleibigkeit zweithöchste Einstufung. Die Gefahr eines gravierenden Übergewichts liegt bei den Schwarzen und den Einwanderern aus Lateinamerika statistisch deutlich über dem Schnitt, ebenso wie in den sozial schwachen Milieus. Als Maßstab für die zunehmende Verfettung der Babys und Kinder werden keine absoluten Gewichtsvergleiche herangezogen, da die durchschnittliche Körpergröße sich über die Jahrzehnte verändert. Vielmehr dient der Körper-Masse-Index als Maßstab, bei dem das Gewicht durch das Quadrat der Körpergröße geteilt wird. Nach diesem Maßstab sind in den USA 30 Prozent der Erwachsenen fettleibig und sogar 65 Prozent übergewichtig.