Gut erhaltenes Skelett eines Meeressauriers gefunden

kro

Bei dem anderthalb Meter langen Fossil des langhalsigen Meeressauriers fehlt nur der winzige Kopf. Gelebt hat er vor 70 Millionen Jahren.

Auf der antarktischen Vega-Insel haben Paläontologen aus den USA und aus Argentinien das hervorragend erhaltene Skelett eines jungen Plesiosauriers entdeckt. Bei dem anderthalb Meter langen Fossil des langhalsigen Meeressauriers fehlt nur der winzige Kopf.

Vor 70 Millionen Jahren war die Vega-Insel ein seichtes Schelfmeer mit angenehmen Temperaturen. „Die Bedingungen waren so wie an der Westküste der USA“, so Judd Case, Paläontologe an der Eastern Washington University. Hier, so vermuten die Forscher, zogen die Plesiosaurier-Weibchen ihre Jungen auf, bis diese sich allein in den offenen Ozean wagen konnten.

Die jetzt gefundene Baby-Meerechse hatte allerdings kein Glück in ihrem „Kindergarten“. Mit den Knochen fand man Asche und Holzkohlenreste. „Wir vermuten daher“, berichtet James Martin von der South Dakota School of Mines and Technology, „dass das Tier bei einem Vulkanausbruch starb.“ Im Martins Museum in Rapid City wird der Saurier ab heute zu sehen sein. Auch das heute gebirgige South Dakota war vor 70 Millionen Jahren ein flacher Ozean, also Plesiosaurier-Gebiet.