Umwelt

Ethanol verschmutzt Umwelt so stark wie Benzin

Eine aktuelle US-Studie zeigt: Auch Biokraftstoffe sind Gesundheitsschädlich. Wenn alle Kraftfahrzeugmotoren in den USA auf Ethanol-Nutzung umgestellt wären, könnten die mit der Luftverschmutzung zusammenhängenden Todesfälle sogar um rund vier Prozent steigen.

Foto: mv_ck / dpa

Der als Biokraftstoff eingesetzte Rohalkohol ist beim Umweltschutz laut einer US-Studie keine Alternative zu herkömmlichem Benzin. Computermodellrechnungen der kalifornischen Stanford University zeigen, dass bei flächendeckender Verwendung eines Treibstoffgemischs mit hohem Ethanol-Anteil in einigen Landesteilen die Ozonwerte in der Luft und damit die Smoggefahr sogar steigen würden. Die Studie wurde in der Wissenschaftszeitung „Environmental Sciences & Technology“ veröffentlicht.

Selbst leichte Anstiege des Ozonwerts können Asthma, eine Schwächung des Immunsystems und weitere gesundheitliche Probleme verursachen, hieß es in der Studie. Nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind weltweit jährlich rund 800.000 Todesfälle auf Smog zurückzuführen. Ethanol, das zumeist aus Mais hergestellt wird, ist nach Einschätzung von US-Präsident George W. Bush eine Möglichkeit, die Abhängigkeit seines Landes von Erdöl-Importen zu verringern.