Meeresbiologie

Monster-Kalmar soll in die Mikrowelle

Bei dem Kraken, der Fischern vergangenen Monat ins Netz ging, handelt sich um das größte Exemplar, das jemals gefangen wurde. Seine Arme würden Tintenfischringe vom Ausmaß eines Lastwagenreifens abgeben. Nun wird er aufgewärmt.

Der vor einem Monat in der Antarktis gefangene Riesentintenfisch kommt vermutlich in die Mikrowelle - nicht etwa, um ihn zu kochen, sondern nur, um ihn wieder aufzutauen. Der Krake mit einem Gewicht von fast 500 Kilogramm und rund zehn Meter langen Fangarmen soll genauer untersucht werden, wie Wissenschaftler des Museums Te Papa Tongarewa in Neuseeland berichten.

Dazu muss er jedoch sehr schnell aufgetaut werden, weil sonst die Gefahr besteht, dass sein äußerer Körper verwest, während das Innere noch ein Eisblock ist. Die Fischer, denen der Meereskoloss rein zufällig ins Netz ging, brauchten seinerzeit zwei Stunden, um ihn an Land zu bringen. Er wurde dann umgehend eingefroren, um ihn zu erhalten.

( ap/oc )