Re:publica 2010

Wie die Echtzeit-Kommunikation revolutioniert wird

Das große Thema bei der Berliner Konferenz "Re:publica" 2010: Wie verändern Twitter und andere Echtzeit-Medien unser Kommunikationsverhalten? Darüber diskutieren von 14. bis 16. April Forscher, Internet-Experten und User aus aller Welt. Zu den prominenten Referenten gehört der amerikanische Kult-Blogger Jeff Jarvis.

Foto: Ralph Orlowski/Getty Images / Ralph Orlowski/Getty Images/Getty Images Europe

Die Organisatoren der "Re:publica", einer Konferenz über Blogs, soziale Medien und die digitale Gesellschaft, haben das vorläufige Programm für 2010 veröffentlicht. Das Symposium wird vom 14. bis 16. März an drei Orten in Berlin-Mitte veranstaltet: dem Friedrichstadtpalast, der Kalkscheune und dem Quatsch Comedy Club.

Veranstalter sind die Berliner Markus Beckedahl von der Agentur "newthinking communications" ( www.netzpolitik.org ) und Johnny Haeusler vom Hauptstadt-Blog "Spreeblick" . Während im Jahr 2009 1600 Teilnehmer kamen, erwarten die Organisatoren 2500 Besucher, darunter viele aus dem Ausland. Haeusler sagte: "Die 're:publica' 2010 ist deutlich internationaler geworden." Schwerpunkt ist laut Beckedahl der Online-Trend zur "Echtzeit-Kommunikation", die vor allem dank des Microblogging-Dienstes Twitter an Beliebtheit gewinnt. Mehr als 140 Stunden Programm werden geboten.

Prominentester Gast der Konferenz ist der amerikanische Journalist, Internet-Experte und Kult-Blogger Jeff Jarvis. Er gilt als einer der wichtigsten Vordenker der digitalen Medienwelt. Ebenfalls dabei sind die Internet-Experten Peter Kruse und Evgeny Morozov aus Russland, der den Einfluss des Internets auf politische Prozesse erforscht. Auch Vertreter der Enthüllungs-Nachrichtenseite Wikileaks und Bre Pattis ( Makerbot ) kommen. Ebenfalls angekündigt haben sich Peter Glaser , Miriam Meckel (Universität St. Gallen), Tim Wu (Columbia Law School), Götz Werner (DM), Peter Glaser, Ronaldo Lemos ( Creative Commons Brasilien), Daniel Sasaki ( Global Voices Online ), Amir Kassaei ( DDB ) und Micah Sifry ( Techpresident ).

Neben den vielen Weiterentwicklungen im Netz, besonders in Bezug auf das mobile Internet, werden auf der Re:publica 2010 auch die Themen Recht und Datenschutz ausführlich behandelt. Ob das Netz neutral ist, beleuchtet eine eigene Unterkonferenz der Bundeszentrale für politische Bildung aus nationalen und internationalen Perspektiven.

Erstmalig findet im Rahmen der Re:publica die Verleihung der “Deutsche Welle BOBS” statt. Der Preis für die besten Blogs und Podcasts wird zum sechsten Mal vom deutschen Auslandsrundfunk vergeben. Die Gewinner der 17 Kategorien werden am Abend des 15. April 2010 geehrt.

Doch auf der Konferenz ist nicht nur Ernst angesagt: Sascha Lobo referiert im sogenannten "Fun-Track" über das Thema "How to survive a shit storm" ("Wie man einen Scheiße-Sturm überlebt"). Ebenfalls im Unterhaltungsprogramm eingeplant sind ein "Laberflashmob" sowie eine Abschlussparty mit Live-Musik und DJ-Programm.

Bislang sind 1000 Tickets verkauft worden. Solange der Vorrat reicht, gibt es noch 3-Tage-Tickets für 90 Euro und Business-Tickets für 350 Euro. Letztere beinhalten Catering für die gesamte Konferenz und den Zugang zur Business-Lounge, die Raum für geschäftliche Gespräche bietet.