Anthropologie

Männer mit tiefen Stimmen haben mehr Nachwuchs

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Tiefe Stimmen finden Gehör und wirken auf Frauen besonders anregend. Der schwere Bass eines Mannes lässt Frauenherzen höher schlagen. In Tansania beispielsweise haben Männer mit tiefen Stimmen einfach mehr Kinder. Die Stimmhöhe der Frau ist ziemlich egal.

Männer mit einer tiefen Stimme haben nach Erkenntnissen von Anthropologen mehr Kinder als ihre mit hoher Stimme sprechenden Geschlechtsgenossen. „Dies hat wahrscheinlich damit zu tun, dass sie einen größeren Zugang zu fruchtbaren Frauen haben“, heißt es in der in „Biology Letters“ veröffentlichten Studie, an der unter anderem auch Forscher der US-Universität Harvard mitwirkten.

Für die Studie untersuchte die Harvard-Studentin Coren Apicella und ihr Team Nomaden in Tansania. Die Analyse der Geburtenrate in den industrialisierten Ländern würde wenig aussagekräftig sein, da sie durch Verhütungsmittel sehr stark beeinflusst wird.

Die Wissenschaftlerin verbrachten für die Studie ein halbes Jahr bei Nomaden in Tansania, wo sie anhand der Begrüßung „Hujambo“ die Stimmen von rund 50 Männern aufzeichnete und analysierte. Dabei stellte sie fest, dass der Mann mit der tiefsten Stimme Vater von zehn, derjenige mit der höchsten Stimme dagegen Vater von nur drei Kindern war.

Die Stimme der Frau hat hingegen keine Einfluss auf ihre Reproduktionsfähigkeit.