Medizin

Neue Klinik-Rangliste im Internet

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Foto: kd/rf / dpa

Patienten können sich jetzt an einer neuen Hitliste von Kliniken im Internet orientieren. Die Techniker Krankenkasse hat dazu 100.000 Patienten nach ihren Erfahrungen befragt. Kriterien sind unter anderem: Behandlungsergebnis, medizinische Versorgung und Unterbringung.

Bei der Wahl ihres Krankenhauses können sich Patienten künftig an einer neuen Hitliste im Internet orientieren. Auf Platz eins kam das Gemeinschaftskrankenhaus Havelhöhe in Berlin, wie eine bundesweite Patientenbefragung der Techniker Krankenkasse (TK) ergab. Dort waren 89,4 Prozent mit Behandlung und Betreuung zufrieden. Für die Studie, die am Donnerstag in Berlin vorgestellt wurde, wurden mehr als 100.000 Versicherte zu ihren Erfahrungen im Krankenhaus befragt.

Auf dem zweiten Platz landete die ENDO-Klinik in Hamburg (88,8 Prozent), auf dem dritten das St. Elisabeth-Krankenhaus in Leipzig (88,3 Prozent.) Sehr gut schnitten auch zwei Dresdener Kliniken ab: das St. Joseph-Stift (88,1 Prozent) und das Diakonissenkrankenhaus (87,6 Prozent).

Aus den Qualitätsurteilen der Patienten hat die TK einen Klinikführer für bundesweit 200 Krankenhäuser erstellt, der ab sofort im Internet zur Verfügung steht. „Die von den Krankenhäusern gelieferten Qualitätsberichte sind aus unserer Sicht ziemlich unübersichtlich und für Laien schwer zu verstehen“, erläuterte der stellvertretende Techniker-Vorstand Christoph Straub.

Um sich eine Klinik für eine bestimmte Operation auszusuchen, können die Patienten in der Suchmaschine ihre Postleitzahl und ihre Krankheit angeben. Das Programm sucht dann eine Klinik in der Umgebung heraus und liefert neben der Patientenzufriedenheit Informationen über Ausstattung, Anzahl der Operationen und Therapieangebote.

Befragt wurden mehr als 100.000 TK-Versicherte, die innerhalb der vorausgegangenen zwölf Monate mindestens drei Tage lang in einem von 200 Krankenhäusern in den 20 größten deutschen Städten behandelt wurden. Ermittelt wurden unter anderem die Zufriedenheit mit dem Behandlungsergebnis, der medizinisch-pflegerischen Versorgung und der Unterbringung. Aus diesen Daten errechnete die Kasse dann die allgemeine Zufriedenheit mit dem Krankenhaus. Lagen ausreichend Fragebögen vor, wurde auch die Zufriedenheit mit bestimmten Fachabteilungen ermittelt.

Um den Patienten Zusatzinformationen zur Verfügung stellen zu können, hat die TK außerdem die vorhandenen Qualitätsberichte der Krankenhäuser ausgewertet und mehr als 1300 medizinische Fachbegriffe in eine für Laien verständliche Sprache übersetzt. Bis Ende Juli sollen auch Patienten, die nicht bei der Techniker versichert sind, alle Daten einsehen können.

Mehr Informationen im Internet unter http://www.tk-online.de/

( AP/OC )