Innovation

Strom über zwei Meter drahtlos übertragen

Foto: jb ae/kd / DPA

In 2,13 Meter Entfernung leuchtete eine Glühbirne auf, als Forscher des MIT ihre Versuche unternahmen. Künftig könnten so Mobiltelefone und andere Geräte aufgeladen werden. Eigentlich gilt diese Art der Stromversorgung als ineffizient: Das Sendegerät strahlt die Energie in alle Richtungen aus.

Forschern am Massachusetts Institute of Technology (MIT) ist die drahtlose Stromversorgung einer 60-Watt-Glühbirne gelungen. Sie schickten den Strom über eine Distanz von 2,13 Metern zu der Glühbirne, wie die Wissenschaftler in der Onlineausgabe des Wissenschaftsmagazins „Science“ berichten. Mit dieser Technik bietet sich in Zukunft vielleicht einmal die Möglichkeit, Mobiltelefone und andere Geräte mit Strom zu versorgen oder aufzuladen, ohne dass diese eine feste Verbindung zu einem Stromnetz haben müssen.

Das Konzept der drahtlosen Stromversorgung ist nicht neu, gilt jedoch als ineffizient, da die Energie des Sendegeräts in alle Richtungen ausstrahlt. Schon im Herbst meldete MIT-Forscher Marin Soljacic den ersten Durchbruch, als er spezielle Wellen fand, die nicht so viel Energie brauchen.

Ziel ist es, das Ladegerät und das aufzuladende Gerät auf die gleiche Frequenz zu bekommen, ähnlich wie bei einem Radio, das auch immer nur eine Station empfängt. Diese „magnetische Kopplung“ habe nur eine geringe Reichweite und sei für Menschen und andere Lebewesen ungefährlich, erklärten die Forscher.

( AP/cl )