Autobombe in Berlin hatte wohl kriminellen Hintergrund

Autobombe in Berlin hatte wohl kriminellen Hintergrund

Autobombe in Berlin hatte wohl kriminellen Hintergrund

Di, 15.03.2016, 15.32 Uhr

Nach der Autoexplosion in Berlin gehen die Ermittler von einem Tötungsdelikt aus. Auf einer Hauptverkehrsstraße war im morgendlichen Berufsverkehr ein VW Passat während der Fahrt explodiert. Ein Augenzeuge berichtet: O-ton Yunus Ozkan ("Gegen 07.52 Uhr, direkt an der Ampel hier, wo das geschehen ist, sind da jetzt zwei, drei Autofahrer noch über die Ampel gefahren. Und genau vor diesem Auto ist halt irgendwas gesprengt worden. Ich dachte erst, es war einfach eine Sprengladung oder ein Test oder irgendwas. Aber es war eine Explosion. Es hat alles nur vibriert. Ich dachte nur, wenn ich hier stehen bleibe, explodiert noch die ganze Straße.") Der Polizeisprecher Michael Merkle schilderte am frühen Nachmittag den Ermittlungsstand. O-ton Merkle ("Wir sind jetzt schon so weit, dass wir sagen können, dass es sich um einen Sprengsatz handelte, der am Auto oder im Auto war. Das wissen wir noch nicht." - SCHNITT - "Sie sehen hinter mir, die Drohne ist auch geflogen, hat Filmaufnahmen gemacht. Das ist die ganz normale Tatort-Arbeit, die jetzt läuft. Eine Mordkommission ist jetzt hier auch vor Ort, die natürlich dann die Klärung übernimmt zu dem Todesfall.") Laut Staatsanwaltschaft handelt es sich bei dem Opfer um einen 43-jährigen Türken, der den Polizeibehörden wegen verschiedener Straftaten bekannt war. Gegen ihn sei vor einiger Zeit wegen Drogendelikten, illegalen Glücksspiels und Falschgeld ermittelt worden, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Martin Steltner. Einen Terroranschlag schloss er aus. Ob der Anschlag tatsächlich dem Mann gegolten habe, werde noch untersucht. Dieser sei nur der Fahrer und nicht der Halter des Autos gewesen. Die Nachforschungen der Mordkommission gingen in Richtung organisierter Kriminalität.

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