Rock-Legende

Trauer um Eddie Van Halen – Musiker mit 65 gestorben

| Lesedauer: 4 Minuten
Der Rockmusiker Eddie van Halen ist tot. Das Gründungsmitglied der Band Van Halen ist im Alter von 65 Jahren gestorben.

Der Rockmusiker Eddie van Halen ist tot. Das Gründungsmitglied der Band Van Halen ist im Alter von 65 Jahren gestorben.

Foto: Greg Allen / dpa

Der Rockmusiker Eddie Van Halen ist tot. Nach einer Krebserkrankung starb er im Alter von 65 Jahren. Weggefährten trauern.

New York. 
  • Die Rock-Legende Eddie Van Halen, Gründungsmitglied der Band Van Halen, ist tot
  • Wie sein Sohn bekanntgab, starb er an den Folgen eines Krebsleidens
  • Während seiner Karriere stand Van Halen mit vielen Stars auf der Bühne – unter anderem mit Michael Jackson

Eddie Van Halen ist tot. Wie am Dienstag bekannt wurde, starb der 65-Jährige nach einer Krebserkrankung. Sein Sohn Wolfgang Van Halen gab dies am über den Kurznachrichtendienst Twitter bekannt. Eddie Van Halen hieß mit bürgerlichem Namen Edward Lodewijk van Halen und gründete zusammen mit seinem Bruder Alex die US-Rockband Van Halen, die mit Hits wie „Jump“ weltweit berühmt wurde.

Laut seinem Sohn erlag Van Halen einem Krebsleiden. „Ich kann nicht glauben, dass ich das schreiben muss, aber mein Vater, Edward Lodewijk Van Halen, hat heute Morgen seinen langen und harten Kampf gegen Krebs verloren.“

Eddie Van Halen: „Der beste Vater, den ich mir hätte wünschen können“

Weiter schrieb Wolfgang Van Halen, dass Eddie Van Halen der beste Vater gewesen sei, den er sich hätte wünschen können. Jeder Moment mit ihm sei ein Geschenk gewesen. „Mein Herz ist gebrochen und ich glaube nicht, dass ich mich jemals vollständig von diesem Verlust erholen werde.“

In einem seiner seltenen Interviews hatte Eddie van Halen selbst einmal dem Magazin „Esquire“ gesagt: „Die meisten Menschen wollen nach Hollywood. Sie wollen Stars sein, sie wollen Rockstars sein. Diesen Gedanken hatten wir in der Van-Halen-Familie nie.“

Tod von Eddie Van Halen: Weggefährten erschüttert

Auch berühmte Kollegen meldeten sich zu Wort: Black-Sabbath-Gitarrist Tony Iommi zeigte sich in einem Tweet „erschüttert“ über den Tod seines „lieben Freunds“.

Der britische Sänger Cat Stevens, der sich seit seinem Übertritt zum Islam Yusuf Islam nennt, würdigte Van Halen als „Gitarren-Innovator“ mit einem starken musikalischen und technischen Entdeckergeist.

Eddie Van Halen gilt als Erfinder des Tappings

Alex und Eddi Van Halen wurden in Amsterdam geboren und wanderten als Kinder mit ihren Eltern nach Kalifornien aus. Schon früh begannen sie, Gitarre und Schlagzeug zu spielen, gewannen Musikwettbewerbe und gründeten schließlich schon zu Schulzeiten die Band Van Halen.

Zu den klassischen Hits gehören neben „Jump“ auch die Songs „Runnin’ with the Devil“ und „Panama“ sowie das Instrumental-Stück „Eruption“. Berühmt wurde Eddie Van Halen auch für sein Gitarrenspiel: Er gilt als einer der Erfinder des sogenannten Tappings, bei dem er mit beiden Händen auf dem Griffbrett spielte.

Leidenschaft für Gitarren: Van Halen baute selbst The Frankenstein

Für Furore sorgten auch seine Gitarren, darunter eine E-Gitarre namens The Frankenstein, die er sich selbst zusammenbaute.

Musikalisch blieben sie über Jahrzehnte erfolgreich, privat aber lief es für Eddie van Halen schwieriger. Von seiner ersten Ehefrau, der Schauspielerin Valerie Bertinelli, ließ er sich 2007 nach 16 Jahren Ehe scheiden. 2009 heiratete er Janie Liszewski.

Alkohol- und Drogensucht hinterließ Spuren

Immer wieder sprach er offen über seine Alkohol- und Drogensuch. „Ich war ein Alkoholiker und ich brauchte Alkohol, um zu funktionieren“, sagte Van Halen 2015 dem „Billboard“-Magazin in einem Interview. Er habe nicht zum Feiern getrunken, sondern Alkohol und Kokain fürs „Arbeiten“ gebraucht. Von den Drogen war er nach eigenen Angaben zwar los, doch der Exzess hinterließ Spuren.

So hatte er schon länger gesundheitliche Probleme. 1999 musste er sich einer Hüft-OP unterziehen, 2000 erkrankte der starke Raucher an Zungenkrebs. Laut der auf Promi-News spezialisierten Website „TMZ“ litt er zuletzt an Kehlkopfkrebs und ließ er sich dieses Jahr in Deutschland behandeln. (dpa/afp/jas/jkali)

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