Blooper

Influencerin Rianne Meijer veralbert Instagram-Perfektion

Auf Instagram ist die Welt des schönen Scheins allgegenwärtig. Die holländische Influencerin Rianne Meijer hat aber auch Spaß an verpatzen Bildern.

Perfektion und Schnitzer: Auf Rianne Meijers Instagram-Seite gibt es beides.

Perfektion und Schnitzer: Auf Rianne Meijers Instagram-Seite gibt es beides.

Foto: dpa

Amsterdam. Kein Pickel, auch nicht die kleinste Speckfalte, schimmernde Zähne - und dann sitzt auch noch das Haar gut. Perfekt erscheint die niederländische Influencerin Rianne Meijer auf Instagram. Und das sogar, wenn sie einen Riesenmilkshake trinkt oder aus einem Cabrio hängt.

Doch die Holländerin treibt auch ihren Spott mit dieser perfekten Instagram-Welt. Die Beauty- und Style-Influencerin postet nämlich auch die Bloopers, also die verpatzten Bilder.

"Das ist doch witzig", sagt sie der Deutschen Presse-Agentur. Und das stimmt. Auf der einen Seite sieht man die 26-jährige Blondine makellos mondän beim Shoppen oder strahlend am Strand. Und dann zeigt sie sich ihren rund 400.000 Followern gleich daneben im selben Outfit aber dann mit dicken Augen, schrägem Mund, schlappem Haar oder gar mit Doppelkinn. Und das unter dem Motto: "So bin ich nicht aufgewacht."

"Es ist doch gut, wenn gerade die jungen Mädchen sehen, dass auf Instagram nicht alles echt ist", sagt Rianne. Sie musste dabei auch an ihre 13-jährige Nichte denken, die oft Instagram verfolgt.

Ihren ersten Blooper hatte sie aus Berlin gepostet. Kurz darauf war sie ins Flugzeug gestiegen. Leicht nervös, wie sie sich erinnert. Schließlich wusste sie auch nicht, wie ihre Fans reagieren würden. "Es ist ja auch ein Risiko", sagt sie. "Schließlich zeige ich ja auch eine ganz andere Seite von mir." Als sie gut eine Stunde später in Amsterdam landete, hatte sie bereits mehr als 1000 Reaktionen - alle positiv. "Ganz viele haben sich bedankt." Auch die Firmen, für deren Produkte sie Reklame macht, reagierten positiv.

Also macht Rianne weiter. Mangel an vermeintlich misslungenen Fotos hat sie übrigens nicht. Nur etwa eins von 200 Fotos ist echt perfekt, sagt sie. "Ich bin aber auch sehr kritisch."