Kultserie

Jan-Michael Vincent: „Airwolf“-Schauspieler ist tot

Jan-Michael Vincent war der Star der Serie „Airwolf“ mit der Figur Stringfellow „Hucklebery“ Hawke. Nun ist der Schauspieler gestorben.

jan-Michael Vincent erreichte mit der Serie „Airwolf“ Kultstatus.

jan-Michael Vincent erreichte mit der Serie „Airwolf“ Kultstatus.

Foto: Universalvia www.imago-images.de / www.imago-images.de

Los Angeles.  Jan-Michael Vincent war der „Knight Rider“ der Lüfte: Als Hubschrauber-Pilot in der Serie „Airwolf“ wurde er bekannt. Wie US-Medien berichten, starb Vincent am 10. Februar im Alter von 74 Jahren.

Vincent war zuletzt in einem Krankenhaus im US-Staat North Carolina, wie die Branchenblätter „Variety“ und „Hollywood Reporter“ am Freitag unter Berufung auf den amtlichen Totenschein berichteten. Die Todesursache soll Herzstillstand gewesen sein, eine Autopsie sei demnach nicht angeordnet worden.

Die wohl wichtigste Rolle in seinem Leben spielte Vincent in „Airwolf“ ab 1984. Er verkörperte den Piloten Stringfellow „Huckleberry“ Hawke. Die zweite Hauptrolle spielte der Hightech-Hubschrauber „Airwolf“, der in atemberaubender Geschwindigkeit meist aus einer Geheimbasis in einem Gebirgskrater startete. Das Konzept und die Kriminalfälle der Serie erinnerten stark an „Knight Rider“ mit David Hasselhoff . Hasselhoff fuhr im sprechenden Auto K.I.T.T., Vincent steuerte den „Airwolf“.

Das Intro zur Serie „Airwolf“

Obwohl von „Airwolf“ innerhalb von zwei Jahren nur drei Staffeln gedreht worden waren, wurde die Serie zum Kult. Das war auch der Verdienst von Jan-Michael Vincent, der an der Seite von erfahrenen Stars wie Ernest Borgnine überzeugen konnte.

In diesen Filmen und Serien spielte Jan-Michael Vincent mit:

• Bonanza (Serie)

• Lassie (Serie)

• Rauchende Colts (Serie)

• 700 Meilen westwärts

• Tag der Entscheidung

• Nash Bridges (Serie)

Die Karriere von Vincent begann jedoch sehr viel früher. In den 1960er Jahren war der Amerikaner von einem Talentsucher entdeckt worden. Nach kleineren Rollen in TV-Serien wie „Lassie“ und „Bonanza“ wirkte er in Spielfilmen an der Seite von Stars wie John Wayne („Die Unbesiegten“), Robert Mitchum („Nach Hause“) und Charles Bronson („Kalter Hauch“) mit. In dem Disney-Film „Big Boy – Der aus dem Dschungel kam“ übernahm er 1973 die Hauptrolle.

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Nach der TV-Serie „Der Feuersturm“ folgte 1984 „Airwolf“. Nach diesem Erfolg ging es mit seiner Karriere bergab. Vincent geriet durch Suchtprobleme und häusliche Gewalt in die Schlagzeilen. 1996 zog er sich bei einem Autounfall schwere Verletzungen zu. Später wurde sein rechtes Bein nach einer Erkrankung amputiert, wie „Variety“ berichtete.

Fans von Jan-Michael Vincent können auch in Deutschland Wiederholungen der Serie „Airwolf“ im TV sehen. Der Bezahlsender TNT zeigt die Serie aktuell. Zuletzt hatte auch der Spartensender Nitro von RTL die Kultserie gezeigt. Aktuell ist sie jedoch nicht im Programm, wie es auf der Homepage des Senders heißt. (dpa/ac)