Olympiasiegerin

Emotionaler Auftritt: Kristina Vogel fühlt sich endlich frei

Kristina Vogel hat bei RTL über ihren dramatischen Unfall gesprochen. Die Sportlerin verblüffte mit ihren Aussagen über ihre Zukunft.

Kristina Vogel und Günther Jauch.

Kristina Vogel und Günther Jauch.

Foto: Michael Gottschalk / Getty Images

Berlin.  Andere würden mit einem so schweren Schicksalsschlag hadern, doch Kristina Vogel zeigte am Sonntagabend bei Günther Jauch, wie positiv sie in die Zukunft blickt.

Die Bahnradsportlerin kam im Rollstuhl auf die Bühne der Show „2018! Menschen, Bilder, Emotionen“ gefahren, um über ihren schlimmen Trainingsunfall zu berichten – und überraschte viele Zuschauer dann mit dieser bewegenden Aussage.

Kristina Vogel kann nach Unfall „durchatmen“

„Seit dem Unfall fühle ich mich frei“, sagte die 28-Jährige deutlich. „Ich habe 18 Jahre lang Hochleistungssport und mir viel Druck gemacht. Ich wollte immer gewinnen.“ Es war ihr erstes Live-Interview seit dem Unglück Ende Juni.

Damals war die elffache Weltmeisterin bei voller Geschwindigkeit auf der Betonbahn in Cottbus mit einem niederländischen Fahrer kollidiert. Vogel ist seitdem vom siebten Brustwirbel abwärts gelähmt.

Nun habe sie aber die „Chance durchzuatmen“. Es zähle nicht mehr das „Im-Kreis-rumfahren“, sondern ihre Familie, so Vogel. Sie könne sich nun neue Ziele setzen und das tun, was ihr am meisten Spaß mache.

Auszeichnet als „Radsportlerin des Jahres“

Bereits in einem Interview mit der französischen Sportzeitung „L’Équipe“ hatte Kristina Vogel durchklingen lassen, dass sie das straffe Trainingsprogramm nicht vermisst. Doch es gebe auch schwere Stunden: „Natürlich hasse ich es manchmal, was mir passiert ist. Und ich bin auf die eifersüchtig, die einfach so die Straße langlaufen können.“

Am Samstag war die zweimalige Bahnrad-Olympiasiegerin von Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) als „Radsportlerin des Jahres“ ausgezeichnet worden.

In der TV-Show von Günther Jauch waren Lilly Becker und Günther Küblböck zu Gast. Lilly Becker berichtete unter Tränen von ihrem Ehe-Aus. Der Vater von Daniel Küblböck sprach über die psychischen Probleme des verschollenen DSDS-Sängers und erhob Vorwürfe gegen AIDA. (jha)

© Berliner Morgenpost 2018 – Alle Rechte vorbehalten.