Musik

Lily Allen sagt nach „grausamen Nachrichten“ Konzerte ab

Lily Allen musste zwei Konzerte in den USA absagen. Die Sängerin ist krank – und hat schlimme Nachrichten aus der Heimat bekommen.

Lily Allen musste Konzert in den USA kurzfristig absagen.

Lily Allen musste Konzert in den USA kurzfristig absagen.

Foto: Kamil Zihnioglu / dpa

Berlin.  Die britische Sängerin Lily Allen muss ihre „No Shame“-Tour unterbrechen. Derzeit ist sie in den Vereinigten Staaten unterwegs. Via Twitter erklärte sie ihren Fans in einem Video, dass sie die Konzerte in Chicago und Minneapolis absagen müsse.

Die 33-Jährige erklärte, sie kämpfe seit zwei Wochen mit einer Krankheit und würde nun endgültig nicht mehr in der Lage sein, aufzutreten.

Lily Allen: „Wirklich sehr krank“

Zuvor hatte Allen bereits getwittert, dass sie „wirklich sehr krank ist“. Sie habe zudem „wirklich grausame Nachrichten“ bekommen. Sie bat darum, sie an diesem Tag in Ruhe zu lassen und sie nicht mit bösen Kommentaren zu belästigen. Worum es genau ging, erklärte sie bisher nicht.

Lily Allen hat vor wenigen Monaten ihr Album „No Shame“ veröffentlicht und wurde für den renommierten britischen Songwriter-Preis „Mercury“ nominiert. Ihre gerade erschienene Biografie „My Thoughts Exactly“ („Genau meine Gedanken“) ist in England ein Bestseller. Sie berichtet dort in drastischer Klarheit über ihre Drogenkarriere, eine Fehlgeburt, ihren Stalker, und wie sie Prostituierte buchte.

Coldplay-Sänger intervenierte bei Lily Allen

Zwischenzeitlich habe sie gar nichts mehr gefühlt, schreibt sie in dem Buch. Sie habe mit dem Gedanken gespielt, deshalb Heroin zu probieren. Letztlich habe sie eine Intervention von Coldplay-Sänger Chris Martin und seine damalige Partnerin, Schauspielerin Gwyneth Paltrow, dazu gebracht, ihr Leben zu verändern.

Auf „No Shame“ verarbeitet sie viele ihrer Erfahrungen, die aktuelle Single ist „Lost My Mind“ – „Verlier’ meinen Verstand“.

Lost My Mind

Die „No Shame“-Tour ist nach Angaben der Sängerin die erste Tour, bei der sie im Einklang mit ihrer Familie sei. Vorherige Konzertreihen habe sie zur Realitätsflucht genutzt, teilweise wollte sie ihre Kinder gar nicht mehr wiedersehen, schrieb sie in „My Thoughts Exactly“. (ses)