Ministerpräsident

Markus Söder erntet für Foto zu Papst-Audienz viel Spott

Markus Söder ist nach Rom geflogen, um im Vatikan Papst Franziskus zu treffen. Doch musste es unbedingt mit einem Charterflug sein?

Markus Söder twitterte dieses Bild vor bei seiner Reise nach Rom.

Markus Söder twitterte dieses Bild vor bei seiner Reise nach Rom.

Foto: Markus Söder / Twitter.com

Berlin.  Eigentlich ist Markus Söder ein Meister der Selbstinszenierung: Nicht nur zu Fasching wirft sich der CSU-Mann in Schale und posiert gekonnt für die Kameras. Ein Fototermin anlässlich seiner Privataudienz bei Papst Franziskus ging nun aber ziemlich nach hinten los.

An dem Foto-Beitrag, das Söder Donnerstagabend auf Twitter postete, konnte man aus Sicht vieler Betrachter kaum mehr falsch machen. Das Foto, der dazugehörige Text und der Kontext eigneten sich alle für Aufreger. An diesen drei Punkten störten sich die Twitter-Nutzer:

• Der Text: Vor allem an der Grammatik hielten sich mehrere Nutzer Fest. So benutze der bayerische Ministerpräsident fälschlicher Weise den Genetiv. Der Satz „Heute Besuch des heiligen Vaters im Vatikan“ würde so suggerieren, dass der Papst im Vatikan zu Besuch sei. Doch das ist er ja die meiste Zeit – oder genau genommen gar nicht, denn im Vatikan wohnt Franziskus ja.

Hinzu kommt, dass der Heilige Vater immer groß geschrieben wird. Auch das sprachen einige Nutzer an. Am Ende wäre also besser gewesen: „Heute Besuch beim Heiligen Vater im Vatikan“.

• Das Bild: Söder posiert lässig mit seiner Aktentasche auf der Treppe eines Jets. Doch handelt es sich dabei offensichtlich um eine Chartermaschine und nicht um ein Flugzeug, das bei einer größeren Airline im Linienbetrieb fliegt. Die Maschine der Gesellschaft Private Wings bietet Platz für 32 Passage, zwei Piloten und einen Flugbegleiter. Musste das sein? Gibt es nicht genug Flugverbindungen zwischen München und Rom?

• Der Kontext: Ausgerechnet am Tag, an dem Markus Söder im Vatikan auf Papst Franziskus treffen soll, tritt in Bayern die Kreuz-Pflicht in Amtsstuben inkraft. Ab heute müssen in staatlichen Gebäuden sichtbar Kreuze hängen.

Scherzhaft fragt ein Twitter-Nutzer: Gilt das auch für Fortbewegungsmittel des Ministerpräsidenten? Neben der Türe des Flugzeuges scheint immerhin genug Platz zu sein für ein Kreuz.