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Warum bei Mario Götzes Hochzeit die Polizei anrücken musste

Bei Götzes Hochzeit sollte die Öffentlichkeit nicht dabei sein. Weil ein Fotograf sich nicht daran hielt, eskalierte die Situation.

Mario Götze und seine Mittlerweile-Ehefrau Ann-Kathrin bei der Fußball-EM 2016 in Frankreich.

Mario Götze und seine Mittlerweile-Ehefrau Ann-Kathrin bei der Fußball-EM 2016 in Frankreich.

Foto: Alexander Hassenstein / Getty Images

Berlin.  Einen der schönsten Tage ihres Lebens, ihre Hochzeit, wollten Fußball-Weltmeister Mario Götze (25) und seine Verlobte Ann-Kathrin Brömmel (28) abseits der Öffentlichkeit feiern. Fotos, jedenfalls nicht die von Journalisten, waren unerwünscht. Doch weil sich nicht alle daran hielten, musste wohl die Polizei einschreiten, wie die „Bild“ berichtet (Bezahlinhalt).

Während ihrer Trauung in einem Düsseldorfer Standesamt heiratete auch ein anderes Paar – und dieses offenbar nichts gegen Pressefotografen hatte. Deshalb nämlich war Fotograf Ingo Lammert im Standesamt und machte für eine Lokalzeitung Fotos, berichtet die „Bild“.

Fotograf witterte seine Chance

Als ihm das Brautpaar, wegen dem er eigentlich am Standesamt war, von der Götze-Hochzeit erzählt habe, witterte der Fotograf offenbar seine Chance. Vor der Tür wartete er laut Bericht auf die Hochzeitsgesellschaft.

Die sei jedoch gar nicht begeistert von der Anwesenheit der Presse gewesen. Der Bruder der Braut habe Lammert gebeten, das Fotografieren zu unterlassen. Doch der Fotograf ließ sich wohl von seinem Vorhaben nicht abbringen – und drückte den Auslöser.

Daraufhin hätten ihn besagter Bruder, der Brautvater und ein dritter Mann verfolgt und festgehalten. Als der Fotograf die Speicherkarte nicht herausgegeben habe und sich weigerte, die Aufnahmen zu löschen, riefen sie die Polizei.

Polizei musste angespannte Situation beruhigen

Den Angaben des Fotografen zufolge drohte der Brautvater sogar mit Prügel. Die Polizei konnte die Situation jedoch beruhigen, bestätigte ein Polizeisprecher der „Bild“. Der Fotograf durfte sogar die Fotos behalten. Veröffentlichen darf er sie jedoch nicht, das verbiete ihm ein anwaltliches Schreiben. (jkali)

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