Geschenk

Altkanzler Schröder spendiert Kirche ein neues Fenster

Gerhard Schröder schenkt einer Kirche in Hannover ein Buntglasfenster. Gestaltet hat das Fenster ein alter bekannter des Altkanzlers.

Ex-Kanzler Gerhard Schröder (li.) mit dem Künstler Markus Lüpertz.

Ex-Kanzler Gerhard Schröder (li.) mit dem Künstler Markus Lüpertz.

Foto: imago stock&people / imago/SKATA

Hannover.  Altbundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) schenkt der evangelischen Marktkirche in Hannover ein rund zwölf Meter hohes Buntglasfenster. Allein die Kosten für Material, Herstellung und Einbau, werden auf 100.000 Euro geschätzt, sagte Marktkirchen-Pastorin Hanna Kreisel-Liebermann am Sonnabend dem Evangelischen Pressedienst (epd).

Sie bestätigte damit einen Bericht der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“ (Bezahlinhalt). Entworfen wurde das „Reformationsfenster“ von dem Maler, Grafiker und Bildhauer Markus Lüpertz (76), einem persönlichen Freund Schröders. Lüpertz gehört zu den bekanntesten deutschen Künstlern der Gegenwart.

Das Kunstwerk werde eine Bereicherung für die spätmittelalterliche Kirche sein, sagte Kreisel-Liebermann: „Das ist attraktiv und spannend für die Stadt.“ Für die Herstellungskosten habe Schröder einen Kreis von Firmen, Institutionen und Privatleuten als Sponsoren gewinnen können. Das Künstler-Honorar zahle der Altkanzler aus eigener Tasche.

Schröder hielt schon Predigt in der Kirche

Schröder fühlt sich der Marktkirche verbunden, er hat dort selbst schon eine Bürgerpredigt gehalten. Die zentrale Marktkirche ist die größte und älteste Kirche in Hannover und gilt als eines der Wahrzeichen der Stadt.

Der Entwurf von Markus Lüpertz zeigt farbige Kreuzmuster und menschliche Figuren, darunter eine große Gestalt in Weiß. Sehr auffällig ist die Darstellung mehrerer großer Fliegen. Das Fenster werde sicherlich zu kontroversen Diskussionen anregen, sagte die Pastorin: „Alles andere wäre ja auch langweilig.“

Ausgangspunkt für das Geschenk war das 500. Reformationsjubiläum 2017. Schröder habe zu diesem Datum einen besonderen Beitrag leisten wollen. Er habe im vergangenen Jahr bereits mit Kirchenvorstehern darüber beraten. Nach Möglichkeit soll das Kirchenfenster am diesjährigen Reformationstag (31. Oktober) eingeweiht werden. (epd)

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