Royals

William und Kate besuchen Terror-Opfer in Frankreich

Dinner mit Stars, Rugby-Spiel, Foto-Shooting – William und Kate hatten in Paris ein buntes Programm. Doch es gab auch ernste Stunden.

Der britische Prinz William (M.) und seine Frau, Herzogin von Cambridge, Catherine Middleton (l.) sprechen mit Opfern und Augenzeugen der IS-Terroranschläge in Nizza und Paris.

Der britische Prinz William (M.) und seine Frau, Herzogin von Cambridge, Catherine Middleton (l.) sprechen mit Opfern und Augenzeugen der IS-Terroranschläge in Nizza und Paris.

Foto: Tom Rooke / dpa

Paris/London.  Schreck für die Royals: Fast zeitgleich mit dem vereitelten Angriff auf einen Pariser Flughafen haben Prinz William und Herzogin Kate am Samstag Terror-Opfer in Frankreich besucht. Das Paar traf sich beim Invalidendom in der Hauptstadt mit Überlebenden der Terror-Anschläge von Paris und Nizza.

Jessica, die bei einem Angriff in einer Pariser Bar von sieben Kugeln getroffen worden war, sagte den Besuchern aus Großbritannien: "Ich will diesen Männern (den Terroristen) zeigen, dass sie nicht gewinnen können. Wir leben in so einem tollen Land." Kate und William lobten den Mut der Überlebenden. "Sie sind sehr tapfer", sagte Kate.

Mehr als 210 Menschen starben bei Anschlägen

In der Konzerthalle Bataclan und an anderen Orten in Paris hatten IS-Extremisten im November 2015 etwa 130 Menschen getötet. In Nizza raste ein Attentäter wenige Monate später mit einem Lkw durch eine Menschenmenge; mehr als 80 starben und Hunderte wurden verletzt.

William (34) und Kate (35) wollten vor ihrem Rückflug am Samstag noch ein Rugby-Spiel zwischen Frankreich und Wales anschauen. Am Abend zuvor gab es ein Gala-Dinner in der britischen Botschaft. Zu den rund 100 Gäste zählten Filmstars wie Kristin Scott Thomas und Jean Reno.

Prinz William in der Kritik

Das Paar zeigte sich in Frankreich gut gelaunt. William war kurz zuvor wegen eines ausgelassenen Ski-Urlaubs in einigen britischen Medien in die Kritik geraten. Er habe seine Pflichten in Großbritannien vernachlässigt und mit einem Model geflirtet, hieß es.

Ein Gedenken an Williams Mutter Prinzessin Diana, die vor 20 Jahren in Paris bei einem Autounfall starb, war offiziell nicht geplant.

William und Kate als "Brexit-Botschafter"

Die französische Presse bezeichnete Kate und William, den Zweiten in der Thronfolge nach Vater Charles, als "Brexit-Botschafter". Die guten Beziehungen zwischen Frankreich und Großbritannien werden auch nach dem Brexit fortbestehen, wie William bei dem zweitägigen Besuch betonte. Bis Ende März will die britische Premierministerin Theresa May offiziell den Austritt aus der Europäischen Union erklären.

Im Juli kommen William und Kate erstmals gemeinsam zu einem offiziellen Besuch nach Deutschland. Auch eine Polen-Reise steht an. (dpa)

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