Ex-Hollywoodstar

Psychisch kranke Schauspielerin wird in Talkshow vorgeführt

Bekannt wurde Schauspielerin Shelley Duvall durch den Film „The Shining“. Schaudern löste aber ihr Auftritt in einer US-Talkshow aus.

Diese Szene im Horrorfilm „The Shining“ machte Shelley Duvall berühmt. In den letzten Jahren war sie in keinem Film mehr zu sehen.

Diese Szene im Horrorfilm „The Shining“ machte Shelley Duvall berühmt. In den letzten Jahren war sie in keinem Film mehr zu sehen.

Foto: imago stock&people

Washington.  Ihr Gesichtsausdruck, als sie im verschneiten Overlook-Hotel hinter einer Tür kauert, um ihrem Axt schwingenden Ehemann zu entkommen, gehört zu den bis heute unübertroffenen Szenen des Horror-Films.

Stanley Kubricks Meisterwerk „The Shining“ mit Jack Nicholson in der Hauptrolle hat Shelley Duvall weltberühmt gemacht – aber kein Glück gebracht. Die 67-Jährige, die mit ihren großen Augen in einem schmalen, ovalen Gesicht unverwechselbar wurde, ist nur noch ein Schatten ihrer selbst.

Duvall körperlich und psychisch ein Wrack

In der umstrittenen Fernsehsendung „Dr. Phil“ hatte die gebürtige Texanerin am Freitag einen herzzerreißenden Auftritt, der fast noch mehr Schaudern auslöste. Und danach eine Welle der Hilfsbereitschaft.

Duvall, deren letzter Film fast 15 Jahre zurückliegt, ist geisteskrank, körperlich und psychisch ein Wrack. In der Sendung behauptete sie vor laufender Kamera, dass der im August 2014 verstorbene Schauspieler Robin Williams (ihr Filmpartner in „Popeye“) noch lebe, in ihren Beinen Implantate von Außerirdischen angelegt seien und der „Sheriff von Nottingham“ ihr nach dem Leben trachte.

Tochter von Regisseur startet Spendenaufruf

Moderator Phil McGraw erweckte leutselig den Eindruck, der mittellosen Schauspielerin, die keine Krankenversicherung besitzt, helfen zu wollen, zog allerdings ausschließlich bitterste Kritik auf sich. Er habe sie öffentlich vorgeführt und ausgebeutet, schrieb der bekannte Fernseh-Meteorologe Al Roker und erntete damit viel Zuspruch.

Vivian Kubrick, die Tochter des exzentrischen „Shining“-Regisseurs, der Duvall (alias Wendy Torrance) bei den Dreharbeiten 1980 immer wieder gepiesackt hatte, wollte es dabei nicht bewenden lassen. Sie startete einen Spendenaufruf, um der in schweren finanziellen Nöten steckenden Schauspielerin zu helfen. Binnen weniger Stunden kamen 15.000 Dollar zusammen. 100.000 sind das Ziel.