Kult-Schauspieler

Zum Tod von Götz George – TV-Sender ändern ihr Programm

Nach dem Tod von Götz George erinnern Fernsehsender an den Schauspieler. Sowohl Kult-Krimis als auch Dokumentationen werden gezeigt.

Götz George in seiner Rolle als „Tatort“-Kommissar Schimanski bei Dreharbeiten im Duisburger Hafen (Archivfoto vom März 1981).

Götz George in seiner Rolle als „Tatort“-Kommissar Schimanski bei Dreharbeiten im Duisburger Hafen (Archivfoto vom März 1981).

Foto: Martin Athenstädt / dpa

Berlin.  Über Jahrzehnte hinweg hat Götz George mit seinen Rollen und Filmen das deutsche Fernsehen bestimmt – das soll in den kommenden Wochen auch wieder so sein. So zeigen mehrere Sender Klassiker wie die „Tatort“-Episoden mit Kommissar Schimanski oder Dokumentationen über das Ausnahmetalent. Wir geben einen Überblick über das TV-Programm zu Gedenken an Götz George:

Montag, 27. Juni:

„Tatort“: Duisburg-Ruhrort – Der erste Fall von Kommissar Horst Schimanski. Gemeinsam mit dem pflichtbewussten Kriminalhauptkommissar Christian Thanner ermittelt „Schimmi“ im Schiffer-Milieu. Im Gegensatz zu den bisherigen eher eleganten und intellektuellen Ermittlern der Krimi-Reihe in der ARD, flucht Schimanski und liefert sich Schlägereien mit Verdächtigen oder Kollegen. Bei Kritikern kommt der Schimanski-“Tatort“ gar nicht so gut an, aber bei den Zuschauern entwickelt sich der Polizist, der gerne „Scheiße“ ruft und sich von Pommes-Currywurst ernährt schnell zum Liebling. Einsfestival, 21.45 Uhr ; WDR, 23.40 Uhr.

Erinnerungen an Götz George – In einem Porträt blickt das ZDF auf die Biografie einer der größten deutschen Schauspieler. In dem Rückblick geht es sowohl um das Leben von Götz George als auch um seine einzelnen Filmrollen. ZDF, 22.15 Uhr.

Dienstag, 28. Juni:

„Schimanski“: Loverboy – Nach dem Ende von Horst Schimanski als „Tatort“-Figur hörte der Kampf des Gerechtigkeitsliebhabers gegen die Unterwelt nicht auf. Als Privatermittler oder freier Mitarbeiter für die Polizei trat er in der eigenen ARD-Reihe „Schimanski“ auf. Die Folge „Loverboy“ aus dem Jahr 2013 war die letzte der Reihe. In dem Film trifft Schimanski auf alte Bekannte wie den niederländischen Ermittler Hänschen (Chiem van Houweninge). Ermittlungen im Rotlichtmilieu führen Schimanski auch nach Rotterdam. Das Erste, 0.25 Uhr.

Götz George: Der will doch nur spielen – In dieser Dokumentation verspricht die ARD eines der letzten großen Interviews mit Götz George. In dem Film geht es auch um die Rolle von Götz George zu seinem Vater Heinrich, der ebenfalls Schauspieler war. Dem künstlerischen Erbe fühlte sich der Sohn immer verpflichtet: „Der verfolgt mich, auch wenn er tot ist“, sagte Götz George über den Vater. Das Erste, 22.15 Uhr.

Mittwoch, 29. Juni:

Besondere Schwere der Schuld – Götz George spielt einen entlassenen Sträfling, der noch eine Rechnung zu begleichen hat. „Unter der Regie des erfahrenen „Tatort“-Regisseurs Kaspar Heidelbach erlebt der Zuschauer das trügerische Idyll einer Ruhrpott-Grubensiedlung, in der die Gartenzwerge aus den Vorgärten grüßen“, schreibt die ARD über den Film. Das Erste, 20.15 Uhr.

Freitag 1. Juli:

„Schimanski“: Schuld und Sühne – Der Film aus der „Schimanski“-Reihe arbeitet die Vergangenheit des rauen Ermittlers auf. Als er mit dem Selbstmord eines Polizisten konfrontiert ist, erinnert sich „Schimmi“ daran, dass früher vieles anders war – aber nicht immer besser. Der Fall geht ihm deshalb so nahe, weil es den Sohn einer Freundin getroffen hat und seine Partnerin im Laufe der Ermittlungen von einem Verdächtigen eingeschüchtert wird. Das Erste 22 Uhr.

„Tatort“: Moltke – Dieser „Tatort“ ist aus gleich mehreren Gründen außergewöhnlich. Zum einen ist in einer der zentralen Rollen Dieter Bohlen zu sehen, zum anderen hat der Tatort aus dem Jahr 1988 einen Grimme-Preis gewonnen. Das Erste 23.30 Uhr.

Bis Sonntag, 2. Oktober:

Mythos „Tatort“ – Die Kult-Kommissare von Schimanski bis Thiel – In der ARD-Mediathek ist bis Anfang Oktober eine Dokumentation über die Kult-Reihe „Tatort“ und ihre Ermittler zu sehen. Schon der Titel verrät, dass die Figur Horst Schimanski und damit auch Götz George eine große Rolle einnehmen. ARD-Mediathek.

Montag, 3. Oktober:

Böse Wetter – Am Tag der Deutschen Einheit zeigt die ARD den letzten Film, den Götz George gedreht hat. Götz George spielt in dem Film einen Bergbau-Boss aus dem Harz. In dem Drama geht es vorrangig um eine Bergbau-Region, die Hoffnungen in einen jungen Forscher setzt, der günstige Methoden zum Silber-Abbau ankündigt. Doch im Hintergrund entwickelt sich ein Konflikt zwischen dem Forscher und dem Bergbau-Tycoon, der nicht ganz unschuldig an dem Tod des Vaters des Forschers zu sein scheint. So war der Vater bei einem Grubenunglück in den 1970er Jahren gestorben. Das Erste, 20.15 Uhr.