Bundespräsidentenwahl

Nach FPÖ-Erfolg: M’Barek will kein Österreicher mehr sein

Die Österreicher wählen einen neuen Präsidenten. Über den Erfolg der FPÖ im ersten Wahlgang ist Schauspieler Elyas M’Barek entsetzt.

Elyas M'Barek besitzt einen österreichischen Pass – möchte ihn aber nicht mehr haben.

Elyas M'Barek besitzt einen österreichischen Pass – möchte ihn aber nicht mehr haben.

Foto: Timur Emek / Getty Images for GQ

München.  Schauspieler Elyas M’Barek hat keine Lust mehr Österreicher zu sein. Grund ist der Erfolg der rechtspopulistischen FPÖ bei der Bundespräsidentenwahl. Nachdem die Wahlergebnisse am Sonntag bekannt gegeben wurden, hat der in München lebende M’Barek auf Twitter ziemlich deutlich gemacht, was er von dem Sieg des FPÖ-Kandidaten Norbert Hofer hält.

„Hab nen österreichischen Pass zu verschenken. Will den nicht mehr“, schrieb er. Die politischen Entwicklungen in Österreich missfallen dem „Fack ju Göhte“-Star, der als Sohn einer Österreicherin und eines Tunesiers zur Welt kam.

Zweiter Wahlgang am 22. Mai

Auch wenn M’Barek in München geboren und aufgewachsen ist, einen deutschen Pass besitzt er nicht. In einem Interview mit dem Magazin „Grazia“ 2012 hatte er dafür eine einfache Begründung: „Wir leben doch in der EU, weshalb sollte ich zu tausend Ämtern rennen? Das einzige Manko ist, dass ich in Deutschland nicht wählen darf. Ansonsten würde sich durch einen deutschen Pass für mich überhaupt nichts ändern.“

Noch besteht allerdings die Chance, dass M’Barek seinen Pass doch noch behält. Erst am 22. Mai entscheidet sich nach einer Stichwahl endgültig, ob FPÖ-Kandidat Hofer tatsächlich in die Hofburg einziehen darf. Falls dem so ist, stehen dem Schauspieler wohl noch einige Ämterbesuche bevor.

In der Stichwahl tritt Hofer gegen den Ex-Grünen-Chef Alexander Van der Bellen an. (jei)