irst Steps Award

Erste Schritte für Nachwuchsfilmemacher

Zum 16. Mal wurden die First Steps Awards für Regisseure und Produzenten verliehen.

 Maria Furtwängler und Nico Hofmann

Maria Furtwängler und Nico Hofmann

Foto: Sergej Glanze / Glanze

Am Montagabend wurden zum 16. Mal der First Steps Awards vergeben. Mit diesem Preis werden junge Regisseure und Produzenten ausgezeichnet, um dem Nachwuchs die ersten Schritte in die Branche zu erleichtern. Dabei war der Preis anfangs eine Schnapsidee. Buchstäblich. Erfolgsproduzent Nico Hofmann und der verstorbene Regisseur Bernd Eichinger bekamen die Idee zu diesem Award 1999 beim Genuss von mehreren Flaschen Weißwein. „Ich bin stolz, dass er sich so etabliert hat“, sagte Nico Hofmann.

Und das Ergebnis kann sich sehen lassen. Der erste Jahrgang ist bis heute das Hammerjahr: Hier waren Dennis Gansel, Hannu Salonen, Achim von Borries, Hendrik Handloegten, Veit Helmer und Vanessa Jopp nominiert sowie Florian Gallenberger, der danach einen Oscar erhielt.

Axel Ranisch, dessen Abschlussfilm „Dicke Mädchen“ 2012 nominiert war, führte als Moderator im Stage Theater am Potsdamer Platz durch den Abend. Iris Berben kommt bei Ranisch ins Schwärmen. „Ich habe damals die Laudatio auf ihn gehalten, weil ich überzeugt bin, dass seine Filme Glücksgefühle auslösen können.“

Seit 1999 wird der mit 92.000 Euro dotierte Preis in sieben Kategorien an Abschlussfilme von Studenten deutschsprachiger Filmhochschulen verliehen. Ausgezeichnet wurden unter anderem Patrick Vollrath (mittellanger Spielfilm) und Ilker Catak (Kurz- und Animationsfilm), den Ehrenpreis bekam Knut Elstermann.

Zu dem Event kamen Schauspieler wie Christiane Paul, Götz Otto, Yvonne Catterfeld und Bibiana Beglau. „Mein wichtigster Tipp für den Nachwuchs ist: arbeiten, arbeiten und noch mehr arbeiten“, sagte Beglau. „Tatort“-Kommissarin Maria Furtwängler ergänzte: „Man darf nicht aufhören, besser werden zu wollen“. Einzig Regisseur Oskar Roehler schien nicht begeistert. „Das ist doch eine Veranstaltung für Karrieristen“, sagt er. Auf die Frage, warum er denn dann da sei, antwortete er, dass er sonst nie rausgehe und schon ein schlechtes Gewissen habe.