Telefon-Seelsorger

Jürgen Domian tröstet seine Fans auf Facebook

| Lesedauer: 2 Minuten

Jürgen Domian hörte sich 20 Jahre lang die Sorgen seiner Anrufer an - 2016 hört er auf. Nach dieser Ankündigung wird der 57-Jährige mit Dank und Zuspruch überhäuft - und macht seinen Fans Hoffnungen.

Kultmoderator Jürgen Domian hört auf - mit dieser Nachricht überraschte der Telefon-Seelsorger am Dienstagabend seine Fans in seiner Live-Sendung „Domian“ am frühen Dienstagmorgen.

Die Reaktion seiner Fans ließ nicht lange auf sich warten: Im Netz bedauerten „Domian“-Hörer seine Ankündigung. Der Zuspruch für Jürgen Domian war dabei offenbar so groß, dass der Moderator nachfassen musste.

Bei Facebook schrieb er: „Ich danke euch sehr für den überwältigenden Zuspruch. Ich weiß gar nicht so recht, was ich dazu sagen soll ... es macht mich ganz demütig. Wahnsinn. Aber: Es ist ja nicht schon morgen vorbei. Vor uns liegen noch fast zwei Jahre (bis Ende 2016), die wir miteinander verbringen können.“ Weiter schrieb er, er habe nicht vor, in einem Schweigekloster in Tibet abzutauchen.

„Domian“ im WDR - die Highlights

Kultstatus erlangte Domian durch kuriose Anrufer in seiner Sorgensendung. Einige Higlights aus der 20-jährigen Geschichte:

- Der Klassiker ist unumstritten der „Mett-Mann“: Edwin (26) offenbarte einst seine Vorliebe für Hack. Einmal im Monat, so erzählte er es, kaufe er beim Metzger seines Vertrauens um die 60 Kilo Mett. Daraus forme er sich einen Frauenkörper, an dem er sich reibe. Das Hackfleisch sei so „unberührt“, erklärte er seine Faszination. Eine solche Aktion koste ihn jedes Mal 800 D-Mark.

- Christoph (28) und seine Babykatze im Ofen: 2008 gestand der Anrufer den Seitensprung mit der Freundin seiner Freundin – und den Tod einer Katze. Kurz vor dem Sex hatte er noch eine Pizza in den Ofen geschoben. In einem unaufmerksamen Moment kletterte auch die Babykatze hinein.

- 2013 rief Neonazi Sebastian bei Domian an, der aus der Szene aussteigen will. Regelmäßig sei er mit der Gruppe auf Ausländer losgegangen. „Normale Schlägereien. Niemand wurde ins Koma geprügelt.“

- Im rheinischen Dialekt plauderte Lydia (73) ganz offen über eine Bekanntschaft auf dem Friedhof. Der Mann überredete sie zu Oralsex in einem nahe gelegenen Wäldchen. „Dat war en Fachmann“, befand sie. Selbst Domian fehlten die Worte.

- Nicole (29) aus Kiel machte Domian richtig wütend: Seitdem sie 16 Jahre alt sei, empfange sie Sozialhilfe, habe keine „Lust zu arbeiten“. Zu Vorstellungsgesprächen gehe sie im „Jogger mit fettigem Haar“. Rund 700 Euro beziehe sie jeden Monat. „Völlig daneben“, wertete Domian und kündigte an, Nicole anzuzeigen.

( BM )

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